Die 3 größten Risiken: Investition in Photovoltaik absichern

Die 3 größten Risiken: Investition in Photovoltaik absichern

Eine Investition in eine Photovoltaik-Anlage lohnt sich für viele Anleger auch bei weiter sinkender Einspeisevergütung: Zum einen sind die Preise für schlüsselfertige PV-Anlagen in den letzten Jahren massiv gesunken; zum anderen kann die Investition unter bestimmten Bedingungen steuerlich abgesetzt werden und wirkt sich somit positiv auf die Steuerlast aus.

 

Warum Photovoltaik-Projekte scheitern

Allerdings sind die Zeiten, in denen zweistellige Renditen erzielbar waren, schon lange vorbei. Heute erwarten Investoren beim Kauf einer Photovoltaik-Anlage in der Regel zwischen 6% und 7% Eigenkapitalrendite. Das bedeutet allerdings, dass die Projekte, die heute gehandelt werden, so knapp bemessen sind, dass negative Abweichungen in den Erträgen zu einer Zahlungsunfähigkeit der Betreibergesellschaften führen können.

Immer wieder werden PV-Anlagen von finanzierenden Kreditinstituten übernommen oder müssen durch zusätzliches Kapital unterstützt werden, weil technische Mängel, falsche Ertragsprognosen oder fehlende Transparenz bei den Betriebskosten sich negativ auf die Wirtschaftlichkeit der Photovoltaikanlage auswirken. Die gravierendsten und häufigsten Gründe für eine fehlgeschlagene Investition in eine PV-Anlage haben wir für Sie identifiziert:

 

1. Fehlerhafte Wirtschaftlichkeitsprognose

Jeder Investor, der eine Neu- oder Bestandsanlage als Investition in Betracht zieht, wird im ersten Schritt eine Simulation der prognostizierten Erträge nach Abzug aller Kosten durchführen. Viele nutzen hierfür sehr einfache, kostenlose Modelle, die einen guten ersten Überblick über eine Investition geben können.

Die Berechnung ist kein Hexenwerk: Wer weiß, wie hoch Ertrag und Einspeisevergütung einer Anlage sein werden, kann einfach und schnell die entsprechenden Einkünfte errechnen. Zieht man davon die laufenden Kosten und Ausgaben ab, erhält man die monatliche oder jährliche Summe, die am Ende einer Periode auf dem eigenen Konto landet.

Doch die Schwierigkeiten verstecken sich im Detail: Wie hoch sind bei der betrachteten Anlage die tatsächlichen laufenden Kosten und Kaufnebenkosten? Kann ich mich auf die Kostenangaben des Anbieters verlassen? Sind die Angaben des Verkäufers zu den Erträgen realistisch?

Bevor eine Kaufentscheidung gefällt wird, sollte der Investor eine valide Kalkulation der tatsächlichen Kostenfaktoren durchführen. Hierbei helfen Dienstleister, etwa auf erneuerbare Energien spezialisierte Anlageberater. Allerdings sollte dabei im Blick behalten werden, dass solche Angebote die zu kalkulierenden Kaufnebenkosten beeinflussen.

 

2. Technische Mängel in Planung und Bau

Viele Investoren von kleinen und mittleren Projekten sind aber nur oberflächlich mit den relevanten technischen Details von Photovoltaik-Anlagen vertraut. Planung und Umsetzung – eventuell sogar Betriebsführung – erfolgen häufig durch ein und dasselbe Unternehmen. Das ist einerseits sinnvoll, da sich diese EPCs in der Regel fachlich sehr gut auskennen und die Kosten auf diesem Wege für den Investor am geringsten sind.

Der Nachteil besteht allerdings darin, dass der Investor darauf vertrauen muss, dass der Anbieter nicht nur vertrauensvoll, sondern in allen Bereichen durchweg kompetent ist. Eine Prüfung der technischen Dokumentation und gegebenenfalls des Vertragswerks (aus technischer Sicht) sollte in jedem Fall erfolgen. Außerdem ist es anzuraten, mindestens bei Bauabnahme oder Abnahme der Bestandsanlage einen Vor-Ort-Termin einzuplanen. Hierbei können Sachverständige unterstützen, die auf Abnahmegutachten und Baubegleitung spezialisiert sind.

Ein sehr bedeutender, aber häufig missachteter Punkt ist zudem die Ertragsprognose. Die Inhalte entscheiden nicht maßgeblich über die Wirtschaftlichkeitsberechnung einer Photovoltaikanlage, sondern sollten auch bei der Bepreisung einer Investition die Basis darstellen. Schließlich bestimmt der Ertrag auch das Einkommen. Viel zu häufig verlassen sich auch erfahrene Investoren jedoch auf Prognosen der Anbieter, ohne diese intensiv zu prüfen. Vor jeder Investitionsentscheidung sollte eine unabhängige Prognose oder ein Ertragsgutachten Sicherheit schaffen.

Eine Prüfung der technischen Details einer Photovoltaik-Anlage sollte folgende Bestandteile abdecken:

  • Prüfung oder Projektplanung (insbesondere bei Neuanlagen)
  • Prüfung der Durchführung einer Ertragsprognose
  • Bewertung der Anlagenkomponenten und des Anlagendesigns
  • Vertragsbewertung aus technischer Sicht
  • Performance-Check (bei Bestandsanlagen)
  • Inspektion vor Ort mit professioneller Auswertung

 

3.Vertragsfehler und juristische Stolperfallen

Leider sind sowohl Gesetzestexte als auch das Vertragswerk für Investoren häufig schwierig zu verstehen und so umfangreich, dass eine eigenständige Prüfung kompliziert und zeitaufwendig ist. Nichtsdestotrotz ist es selbstverständlich elementar wichtig, dass ein Projekt juristisch einwandfrei ist.

Dabei sollte sich der Investor nicht nur mit dem Kauf- oder GU-Vertrag auseinandersetzen. Auch die Verträge, die den einwandfreien Betrieb der Anlage sicherstellen sollen, sind sehr detailliert. Inzwischen gibt es viele Anwaltskanzleien, die sich auf erneuerbare Energien spezialisiert haben und dem Investor die benötigte Sicherheit verschaffen können. Hierbei kann man generell zwischen zwei Arten der Beratung unterscheiden:

  1. Juristische Kaufberatung: Hierbei hilft der Fachanwalt bei der Einschätzung und Prüfung aller relevanten Nachweise und Verträge rund um den Kauf einer PV-Anlage:
    • Kauf- oder GU-Vertrag
    • Anspruch der Förderung nach dem EEG
    • Pacht- und Nutzungsverträge
    • Wartungs- und Monitoringverträge
    • Gewährleistungsrechte
    • Eventuell Direktvermarktungsvertrag
    • Weitere Verträge oder erforderliche Unterlagen

     

  2. Juristische Beratung im Streitfall: Normalerweise betreiben Investoren ihre Anlagen über mehrere Jahre hinweg. In der langen Zeit des Betriebs kann es immer wieder zu Streitthemen kommen. Hierbei lohnt es sich gegebenenfalls einen Anwalt zurate zu ziehen. Häufige Streitfälle sind:
    • Unklares Vertragswerk mit Eigentümern von Grundstücken und Gebäuden
    • Auseinandersetzungen mit Versicherungen im Schadensfall
    • Gewährleistungsfälle
    • Probleme mit Dienstleistungsunternehmen
    • Schäden durch Dritte

Insbesondere Risiken während des Betriebs können schon vor dem Kauf einer Photovoltaik-Anlage minimiert werden, wenn die Verträge mit dem Anbieter, dem Generalunternehmer, dem Wartungsunternehmen und weiteren Partnern juristisch einwandfrei erstellt beziehungsweise geprüft worden sind.

 

Fazit: Risiken minimieren und profitieren

Auf jeden Investor lauern Gefahren, sowohl währen des Transaktionsprozesses als auch während der oft langen Zeit des Betriebs einer Photovoltaik-Anlage. Leider können nicht alle Risiken beseitigt werden – so hat man etwa auf die Schwankungen der Sonneneinstrahlung recht wenig Einfluss.

Allerdings können alle Gefahren zu kalkulierbaren Risiken werden, wenn die Investition gut geprüft ist. Die Prüfung des Ertragsgutachtens gibt beispielsweise Sicherheit über die Erträge, die bei einer realistischen Sonneneinstrahlung zu erwarten sind. Genauso kann eine valide Wirtschaftlichkeitsprognose mit einer professionellen Analyse der Sensitivitäten bezüglich der Auswirkungen etwaiger Abweichungen zur prognostizierten Sonneinstrahlung absichern.

Sofern ein Investor die Prüfungen nicht alle eigenständig durchführen kann, sollte hier auf externe Hilfe zurückgegriffen werden. Dadurch fallen jedoch auch zusätzliche Investitionskosten an, die je nach Leistungsumfang schnell im unteren fünfstelligen Bereich liegen können. Insbesondere für kleine und mittlere Projekte ist dies unrentabel und unwirtschaftlich.

Um Investoren eine wirtschaftliche Möglichkeit zu bieten, ihre langfristigen Investitionen professionell bewerten zu können, haben wir daher gemeinsam mit unseren Partnern ein standardisiertes Sicherheitspaket entwickelt. Schon ab einem Paketpreis von 1.999€ kann der Investor eine Kaufprüfung mit folgenden Bestandteilen durchführen lassen:

  1. Wirtschaftlichkeitscheck
  2. Technische Kaufprüfung
  3. Juristische Transaktionsberatung

 

Unverbindlich anfragen: Ihr PV-Sicherheitspaket

 

Simon

Journalist, PR- und Marketingmanager, Blogger bei Milk the Sun.

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