Solartechnik Posts

Solarenergie in Afrika: Solarstrom für Handys dank Photovoltaik-Ladestation

Das Berliner Start-Up Mobisol bietet Solarmodule als Ladestationen für Handys an. Die Zielgruppe befindet sich in Afrika; Möglichkeiten zum Aufladen von Handys sind in der Bevölkerung sehr willkommen, insbesondere dank des schlechten Zugangs zum öffentlichen Stromnetz.

Der Zugang zu Steckdosen in Entwicklungsländern ist oftmals schwierig Mobisol will da Abhilfe schaffen.

Wahrscheinlich kennt es mittlerweile jeder durchschnittliche Mitteleuropäer zur Genüge: der ewige Fluch es leeren Handyakkus. Damit verbunden sind zwei Sachverhalte: Zum einen die ewige Beschwerde darüber, dass das neue Smartphone ganz großartig sei, man es allerdings andauernd aufladen müsse. Zum anderen die Notwendigkeit, sich, zumindest wenn die Abendstunden näher rücken, in der Nähe einer Steckdose aufzuhalten.

Das klingt alles nach first-world problems, möchte man meinen, ist es aber nur zum Teil. Zumindest der ständige Zugang zu einer Möglichkeit sein Handy aufzuladen scheint ein Problem zu sein, dass eine globale Bedeutung hat. Ein Beispiel: In Afrika sind Mobiltelephone weit verbreitet und sind ein wichtiger Knotenpunkt des Alltags und des Geschäftslebens geworden. Eine Studie des kenianischen Mobilfunkanbieters Safaricom hat zum Beispiel ergeben, dass 95% der Bevölkerung Kenias einen Zugang zum Mobilfunknetz besitzen. Doch so umfangreich der Handybesitz ausfallen mag, so gering sind die Chancen, dass man sein Handy auch regelmäßig ohne Probleme aufladen kann. Der Zugang zum öffentlichen Stromnetz ist bei dem Großteil der afrikanischen Bevölkerung zumeist kaum bis mangelhaft vorhanden. Dies ist laut einer Studie der Weltbank unter anderem auch dem Fakt geschuldet, das 70% der Bevölkerung Afrikas noch immer auf dem Land zu Hause ist, wo die Stromversorgung schwerer ist als in den Städten.

Das Berliner Start-Up Mobisol hat sich zum Ziel gesetzt, das Bedürfnis nach Steckdosen zur Handyaufladung zu befriedigen und bietet mit Solarenergie betriebene Steckdosen an. Preiswert und vor allem für jene Konsumenten aus Entwicklungsländern erschwinglich sind die Geräte. Im Wesentlichen können diese Solarmodule für den Heimgebrauch als Ladestation für das Handy oder als Stromlieferant für eine Lampe fungieren. Firmengründer und Ingenieur für erneuerbare Energien Thomas Gottschalk bekam die Idee für dieses Geschäftsmodell während seiner 18 monatigen Reise um die Welt in einem mit  Solarenergie betriebenen Auto. Und das Geschäft, mit den durch die Sonne betrieben Steckdosen, scheint für Mobisol auf zu gehen. Immerhin hat das Unternehmen mittlerweile 680 Kunden in Tansania, Kenia und Ghana. Bis Ende 2013 sollen bis zu 3000 Geräte im Einsatz sein. Es ist gut zu wissen, dass endlich jeder überall sein Handy laden kann.

 

Quelle: Technology Review

 

Forscher benutzen DNA um Nanoantennen zu kreieren, die Solar Energie auffangen

Zusammenfassung: Forscher der Chalmers Universität für Technologie haben einen Weg gefunden Sonnenlicht zu sammeln, indem sie, unter zur Hilfenahme von DNA, Antennen kreierten. Die Verbindungen innerhalb einer Pflanzen, die Licht aufnehmen und verarbeiten können, sind extrem feingliedrig und störanfällig für Eingriffe durch den Menschen. Die Verwendung von DNA-Molekülen erlaubt den Forschern jedoch ein dynamischeren und selbstaufbauenden Rahmen zu entwerfen mit dem es möglich wird, die Vorgänge in einer Pflanze nachzustellen. Dieser Artikel ist auf Englisch hier verfügbar.

MS Planet Solar: Ein Solarkatamaran auf dem Weg über den Atlantik

Der solarbetriebene Katamaran MS Tûranor PlanetSolar befindet sich auf einer Mission zur Erforschung des Golfstroms. Im Vordergrund steht die Erforschung von Aerosolen, Phytoplankton und ihr Zusammenhang mit der globalen Erwärmung. Bereits am Montag lief der Katamaran im Hafen von New York City ein. Die Mission soll noch bis August dauern.

Die Mission der Wissenschaftler konzentriert sich auf die Erforschung von Aerosolen, Phytoplasma und den Einfluss der globalen Erwärmung.iStockphoto.com©Gyula Gyukli

Am Montag lief der mit Solarenergie betriebene MS Tûranor PlanetSolar im Hafen von New York City ein. Der katamaran befindet sich auf einer Mission im Namen des Umweltschutzes. Sie fährt zusammen mit ihrer vierköpfigen Crew den Golfstrom entlang. Mit an Bord sind verschiedene Wissenschaftler der Genfer Universität, die sich neue Erkenntnisse und eine besseres Verständnis um die Meeresheizung Europas erhoffen.

Die „Deepwater Expedition“ läuft unter der Schirmherrschaft von Professor Martin Beniston, Leiter des Instituts für Umweltwissenschaften an der Universität Genf. Vorrangiges Ziel ist die Messung von Aerosolen. Das sind Kleinstteilchen, die von der Erdoberfläche aufsteigen. Ihr Verhalten ist bisher noch zu weiten Teilen unverständlich. Wissenschaftler gehen jedoch davon aus, dass zwischen der Hälfte bis zu zwei Drittel der weltweiten Aerosole vom Meer aufsteigen. Ihr Einfluss auf das Weltklima wird unterschiedlich eingeschätzt. Die Forscher aus Genf und ihre Kollegen vom Goddard Institut der NASA, die die Forscher mit Equipment und ihrem Know-How unterstützen, erhoffen sich von der Mission auf der PlanetSolar einen enormen Wissenszuwachs. Insbesondere da bisher solcherlei Messungen noch nie von Bord eines Gefährts gemacht werden konnten, das keine Verschmutzungen ausstößt und somit die Messungen nicht verfälscht.

Insbesondere die Kollegen der NASA sind an der Erforschung von Phytoplankton interessiert. Das sind Kleinstlebewesen, die als Teil der Aerosole über Ozeanen vorkommen. Die Forscher des Goddard Instituts beschäftigen sich schon lange mit diesen Mikroorganismen, deren Geburt sich, normalerweise in der Luft schwebend, vollzieht. Das Verhältnis des Phytoplanktons zur globalen Erwärmung soll untersucht und ergründet werden, inwieweit sie durch die klimatischen Veränderungen beeinflusst werden.

Die PlanetSolar ist mit ihren 35 Metern und 90 Tonnen Gewicht das bisher größte mit Solarenergie betriebene Schiff. 516m² ihres Decks sind mit Photovoltaikplatten bedeckt. Zusätzlich verfügt der Katamaran über ausfahrbare Sonnensegel. Derart ausgerüstet erreicht die PlanetSolar durchschnittliche 5 Knoten. Im Mai 2012 stellte das Schiff einen Rekord auf, indem es als das erste mit Solarenergie betriebene maritime Vehikel den Globus umrundete. Für die fast 60.000 km Strecke brauchte die PlanetSolar 584 Tage. Ihre aktuelle Mission begann das Schweizer Schiff in Frankreich, setzte von dort nach Miami über und wird bis zum Ende der Mission im August noch Boston, Island und Norwegen ansteuern. Zwar ist der direkte Einfluss des Solarkatamarans noch überschaubar, doch zeigt er, was mittlerweile mit Benutzung der Solartechnik möglich ist.

 

Quelle: theenergycollective, The Economic Times, Huffington Post

 

Kurs und Mission des Solarenergie Flugzeugs

Zusammenfassung: Das durch Solarenergie betriebene Flugzeug, Solar Impulse, befindet sich auf seinem zweiten Zwischenstopp während seines Fluges quer über Amerika. Es hat sowohl die Aufmerksamkeit als auch die Befürwortung durch das US Department of Energy erlangt. Dessen CEO Borschberg will ein Bewusstsein für erneuerbare Energien für die mit ihnen kreierten Innovationen, die unsere Lebensweise verändern können, schaffen. Dieser Artikel ist auf Englisch hier verfügbar.

 

Einfaches Silizium schlechter Qualität wird zu extrem hochwertigen Silizium

Forschern der Universität Neusüdwales haben einen Durchbruch bei der Effizienzsteigerung von Siliziumzellen mit einer geringeren Silizium Qualität erzielt, die die Effizienz von Solarzellen steigern und Kosten reduzieren soll. Dieser Artikel ist auf Englisch hier verfügbar.

Der Aufstieg des Photovoltaik Energiespeicher in UK

Nach einer vor kurzem veröffentlichten Studie des IHS steigt die Anwendung von Photovoltaik -Energiespeichersysteme im Vereinigten Königreich an. Dieser Artikel ist auf Englisch hier verfügbar.

 

Die Solarenergie ist endlich Nettoenergieerzeuger

Niemand spricht es aus, doch irgendwas schien immer etwas dran zu sein, am unausgesprochenen Paradoxon, dass die Produktion von Solarmodulen zur CO2-freien Stromgewinnung mehr Energie benötigt, als sie letztendlich einbringt. Doch, so jedenfalls besagt es eine Studie der Standford University, endlich ist der Zeitpunkt gekommen, zu dem die Menge der installierten Solarmodule mehr saubere Energie produziert hat, als nötig war, um sie herzustellen.

Die Purifizierung von Silizium erfordert hohe Energiekosten

Die Studie verglich die Gesamtproduktion von Sonnenenergie aus Solarenergie-Quellen aller Größen und Arten mit den Energiekosten, die sowohl für die Produktion als auch für die Instandhaltung der Systeme ist. Michael Dale, der seit seiner Promotion für Stanford’s Global Climate Energy Project (GCEP) arbeitet, schätzt, dass die Welt bis 2015, aber spätestens 2020 den Verbrauch durch Produktion übersteigen wird. Vor gerade einmal fünf Jahren überstieg der Energiebedarf die Eigenproduktion der Module noch um 75 Prozent. Doch die stetig verbesserte Effizienz in Produktionsverfahren lies den Energiebedarf drastisch sinken.

Der Prozess zur Modulherstellung kann enorm energieintensiv sein. Schätzungsweise 90 Prozent der Solarmodule auf dem Markt sind silizium-basiert. Um Silizium zu gewinnen, muss Gestein mit Siliziumdioxid bei über 1500°C geschmolzen werden, was oft über kohlebefeuerten Kraftwerken geschieht. Danach muss das pure Silizium noch einmal geschmolzen werden, damit es kristalline Strukturen mit 99,99-prozentiger Reinheit annimmt. Dennoch wurden Produktionstechnologien weiterentwickelt, der Herstellungsprozess für Solarzellen wird immer effizienter. Dünner Silizium-Wafer und weniger veredelte Rohmaterialien werden mittlerweile benutzt, die Menge an teuren Materialien, die während der Herstellung verloren gehen ist auch zurück gegangen. Die Benutzung andere Elemente wie Kupfer, Zink, Zinn und Kohlenstoff für Dünnschichtmodule kann auch weiter verbessert werden. Die benötigte Energie zur Produktion von Solarmodulen jedenfalls wird höchstwahrscheinlich weiter sinken.

Dennoch liegt das Hauptaugenmerk der Solarindustrie derzeit eher auf der Reduzierung von finanziellen Kosten als der Energiekosten, doch es gibt diverse Möglichketen, um Energiekosten zu reduzieren. Mehr Solaranlagen in sonnenreicheren Regionen zu bauen wäre natürlich die einfache und offensichtliche. Senkung des Materialbedarfs oder das Benutzen von Modulen mit geringeren Energie-Herstellungskosten als Siliziumzellen wären weitere Optionen. Andere Zellen, basierend auf Cadmiumtellurid oder CIGS (ein Material aus Kupfer, Indium, Gallium, Schwefel und Selen), könnten auch benutzt werden. Zusammen mit Silizium machen diese Zellen über 99 Prozent des aktuellen Marktes aus. Insgesamt sagt Dale jedenfalls nicht nur sinkende Energiekosten für die Herstellung sondern auch länger haltbare Module mit erhöhtem Wirkungsgrad voraus. Die Nettoenergieerzeugung sollte bei aktuellen und zukünftigen nachhaltigen Technologien jedenfalls eine übergeordnete Rolle spielen.

Einen Videobeitrag der Stanford University zu diesem Thema können Sie hier anschauen:

Quellen: Phys.org; Environmental Science and Technology

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