Solarmythen Posts

Meinung: Wir brauchen eine ganzheitliche Energiewende und kein Stückwerk

Die Energiewende muss einheitlich sein und darf nicht zu einem Stückwerk werden. Das heißt, dass auch die bisher schändlich vernachlässigten Bereich Wärme  und Mobilität berücksichtigt werden müssen. Andreas Kühl, Energieblogger und Betreiber der Website energynet.de ist sich sicher, dass die Energiewende auch einen Bewusstseinswandel im Umgang mit Energie beinhalten muss.

Die MtS-Wochenschau KW 42/43: Was war, was ist und was sein wird in Politik, Wirtschaft und der PV-Branche

In der zurückliegenden Woche gab es einige politische Weichenstellungen. Die Chance auf eine (historische) Schwarz-Grüne Koalition in Deutschland ist erst einmal auf Eis gelegt. Viel hängt nun von den Entwicklungen der Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und CDU/CSU ab. Auch die Energiewende steht erneut im Fokus, nachdem die EEG-Umlagen auf ein Rekordhoch von 6,240 Cent gestiegen sind. Derweil hat sich die Lage im US-Haushaltsstreit vorläufig entspannt, von einer Lösung sind die USA jedoch weiter entfernt als jemals zuvor. Die PV-Branche kann indes die Insolvenz eines weiteren deutschen Unternehmens beobachten, dieses Mal hat es Centrosolar getroffen.

BGH spricht Urteil zur Verjährung von Mängelgewährleistungsansprüchen beim Kauf einer PV-Anlage.

Ein Urteil des Bundesgerichtshofes in Karlsruhe regelt die Verjährung von Mängelgewährleistungsansprüchen beim Kauf einer Photovoltaikanlage neu. Demnach ist es möglich, dass die entsprechenden Ansprüche schon nach zwei Jahre verfallen, wenn es sich bei der betreffenden PV-Anlage nicht um ein Bauwerk im Sinne des Gesetzes handelt.

Sonnenwärmekraftwerk Ivanpah: Der Solargigant versucht seine ersten Schritte

Ende September hatte das gigantische Solarthermiekraftwerk Ivanpah in Kalifornien seine ersten Testläufe. Die Ergebnisse sind vielversprechend. Ein Restrisiko, ob sich das Mamutprojekt, das durch das US-Energieministerium Teilfinanziert wurde, rechnet, bleibt jedoch bestehen. Es wird sich erst in eine paar Jahren zeigen, ob Ivanpah als Milliardengrab für Steuergelder oder als Meilenstein in der US-Amerikanischen Energiewende in die Geschichte eingehen wird. Bis dahin bleibt es ein beeindruckendes Großprojekt.

Die MtS-Wochenschau KW 41/42: Was war, was ist und was sein wird in Politik, Wirtschaft und der PV-Branche.

Die letzte Woche wurden vor allem von wissenschaftlichen Fragen dominiert. Die Entdecker des Higgs-Boson erhielten den Nobelpreis für Physik. Bereits am Montag machte die Meldung um einen Durchbruch auf dem Feld der Fusionsforschung die Runde. Dahingegen reißen die Probleme in dem havarierten AKW Fukushima nicht ab. Immerhin hat die japanische Regierung mittlerweile internationale Hilfe angefordert. Ein Schritt in die richtige Richtung. Auf politischer Ebene zeichnet sich dagegen immer deutlicher ab, dass es in Deutschland für die nächsten vier Jahre voraussichtlich eine große Koalition geben wird. Die Sondierungen mit den Grünen liefen zwar produktiv, aber Beobachter gehen davon aus, dass sich die mangelnde Experimentierfreudigkeit der Union dennoch durchsetzen wird. Derweil offenbart EU-Kommissar Günther Oettinger erneut seine offene Lobbyhörigkeit.

Was war und sein wird – Der Wochenüberblick am Montag

Die zurückliegende Woche war sowohl national als auch international von verschiedenen politischen Erschütterungen geprägt. Während der Großbritanniens Premierminister Cameron auf dem Parteitag der Tories in Manchester versuchte seine Partei auf eine einheitliche Linie einzuschwören, schrammte Italien am Mittwoch scharf an einem Regierungssturz herbei, der von Silvio Berlusconis PdL inszeniert worden war. Derweil gehen in den USA die Lichter aus, weil sich Demokraten und ideologisch verblendete Republikaner nicht auf einen Kurs in der Schuldenpolitik einigen können. In Deutschland verständigten sich SPD und Union auf Sondierungsgesprächen und dennoch wird eine Koalition mit den Grünen immer wahrscheinlicher. Außerdem: Ikea verkauft PV-Module, Spanien setzt zum Enthauptungsschlag gegen seine Photovoltaikindustrie an und der EU-Wettbewerbskommissar fordert eine Alternative zum EEG.

 

Meinung: Zeiten ändern sich, oder: Das Orchester der Wölfe

Zwischen dem 26. und 28. August findet im Hotel InterContinental in Berlin die vierte Handelsblatt Jahrestagung „Erneuerbare Energien 2013“ statt. Im Fokus steht die stagnierende Energiewende in Deutschland. Gestern hielt bereits EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU) eine Keynote mit dem Titel „Die Bedeutung eines gemeinsamen Binnenmarktes für den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Europa“. Auch heute und morgen gibt es wieder viele Beiträge. Wer jedoch einen Blick auf die Sprecherliste wirft, dem wird schnell klar aus welcher Richtung hier der Wind weht.

Der Blick der 4. Handelsblatt Jahrestagung "Erneuerbare Energien 2013" auf die Frage nach den Erneuerbaren Energien ist befangen. iStockphoto.com©Mehmet Hilmi Barcin

Die Energiewende in Deutschland kommt, so formulieren es zumindest verschiedene Stimmen aus Politik und Wirtschaft, nicht richtig voran. Jene Aspekte, die von Vertretern der traditionellen Energiewirtschaft dabei immer wieder aufs Neue angesprochen werden, sind die hohen Kosten, das mangelnde handwerkliche Know-How, der fehlende Netzausbau und die zu hohen Subventionen für Erneuerbare Energien. Diese Aspekte sind durchaus umstritten und die sich an ihnen entzündenden Diskussion zeugen von einem tiefen Zerwürfnis zwischen den Fronten derer, die sich klar und um jeden Preis für eine grundlegende Reform der Energiewirtschaft aussprechen und jenen die beständig darum bemüht sind, den Status Quo der aktuellen Machtverteilungen in der Branche aufrecht zu erhalten.

Auf der vierten Handelsblatt Jahrestagung „Erneuerbare Energien 2013“, die dieser Tage in Berlin stattfindet, treffen sich verschiedene Vertreter aus der Industrie, der  Politik und den Kommunen um über die verschiedenen Lösungsansätze für einen bezahlbaren Klimaschutz zu diskutieren. Standesgemäß trifft sich die Crème de la Creme im Hotel InterContinental und debattiert dort drei Tage lang vom 26. bis zum 28.August vor allem über die Vorteile der Erneuerbaren Energien, wie es heißt. Das Handelsblatt lässt  im Wortlaut der, die Veranstaltung begleitenden, Presseerklärung an diesem Anspruch keinen Zweifel. Der Subtext und die Namen der Teilnehmer sprechen eine andere Sprache.

Das Schwergewicht der Veranstaltung liegt, wenn die Namen der Redner und der vertretenen Institutionen, sowie die bisherigen Beiträge etwas zu bedeuten haben, vor allem auf den großen zentralistischen Energiekonzepten. Zumindest sind viele Verfechter einer Energieversorgung vertreten, die vor allem darauf bedacht sind, die derzeitige Markaufteilung unter den großen Energieunternehmen auf den Markt der Erneuerbaren Energien zu übertragen.

Dass sich derart viele Ableger der „alten Schule“ für die Möglichkeiten und Aussichten der Erneuerbaren Energien interessieren, ist ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite wird damit der Vorstellung einer dezentralen Energieversorgung, in der sich der einzelne Verbraucher weitestgehend autonom versorgen kann, eine Absage erteilt. Auf der anderen Seite bedeutet es allerdings auch, dass die Alten erkannt haben, dass die Zeiten sich ändern.

„So you better start swimming or you sink like a stone“, hat man der alten Energiebranche immer wieder zugerufen und als sie nicht hören wollten, haben es die Menschen selber in die Hand genommen und sich auf eigene Faust organisiert. Dass es jetzt auf einmal von Seiten der alten Industrie ein derart gesteigertes Interesse zu geben scheint, ist kein durchweg gutes Zeichen. Die Vertreter der Konzerne und Institutionen, die sich in diesem Zusammenhang in Berlin getroffen haben, entdeckten nicht über Nacht ihren Glauben an einen Humanismus, oder erkannten die Dringlichkeiten des Klimaschutzes. Sie erkannten lediglich die Lukrativität des Geschäfts. Es geht einzig um Machterhalt und darum, die eigene, über Jahrzehnte etablierte Stellung nicht zu verlieren.

Die Entmachtung der großen Energiekonzerne durch die Bürger rückt zwar mit jeder dieser Konferenzen in immer unerreichbarere Ferne. Einen Sieg bedeuten diese Konferenzen trotzdem. Offensichtlich hat der zivile Widerstand etwas gebracht. Ob die Chance vertan wird, die sich für den Verbraucher mit einer dezentralen Regelung der Energieversorgung oder zumindest durch eine Mischung selbiger mit der zentralen Regelung ergäbe, ist letztlich erneut im Ermessen des Einzelnen.

Am 22.September wäre die nächste Möglichkeit diesem Ermessen Ausdruck zu verleihen.

 

Die großen Solarmythen – Teil 1: Solarenergie ist nur im sonnigen Süden effektiv nutzbar

Nein! Photovoltaik funktioniert nicht ausschließlich bei strahlendem Sonnenschein. Selbst an bewölkten Tagen erzielt man damit, gemessen in Deutschland um die Mittagszeit, eine Leistung von ca. 10.000 MW. Das entspricht der Leistung von 10 Atomkraftwerken. Die jährliche Sonneneinstrahlung beläuft sich hierzulande auf durchschnittlich 1.000 kWh pro Quadratmeter. Das entspricht immerhin etwa der Hälfte der Strahlungsintensität, die in der Sahara herrscht. Mithilfe immer ausgereifterer Technologien, z.B. mit Dünnschicht-Solarzellen, lässt sich auch bei schlechtem Wetter, im Herbst oder Winter zuverlässig Solarstrom erzeugen. Fortsetzung folgt!

 

 

 

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