Solarbranchen News Posts

Tschechien erhöht die Einspeisevergütungen

Die Einspeisevergütungen in Tschechien werden zum Jahr 2012 für die Anlagen, die im Jahr 2011 installiert wurden leicht steigen, meldet die Nachrichtenagentur Reuters.

 

Solaranlagenbesitzer in Tschechien haben einen kleinen Grund zur Freude. Nachdem die Förderungen zum Ende des Jahres 2010 drastisch gekürzt wurden und eine nachträgliche Steuer auf den Erwerb aus Sonnenstrom erhoben wurde, sind die höheren Einspeisevergütungen ein erstes positives Signal an die Anlagenbetreiber (siehe auch Förderungen der Solarenergie in Tschechischen Republik).

 

Die Preise werden für größere Anlagen mit einer Leistung über 100 kWp von 5,500 tschechischen Kronen auf 5,610 Kronen steigen. Das sind umgerechnet 0,22 Euro statt zuvor 0,21 Euro. Anlagen mit einer Leistung zwischen 30 und 100 kWp erhalten künftig 6,020 Kronen statt 5,900, das entspricht 0,23 Euro. Kleine Solaranlagen bekommen für jede Kilowattstunde 7,650 Kronen, das sind etwa 0,30 Cent.

 

Da die Vergütung von Strom aus neuen Solaranlagen nach wie vor nicht vorgesehen ist, ist für 2012 mit keinem wesentlichen Zubau an Photovoltaikanlagen zu rechnen.

 

Bundesumweltminister kritisiert die Prognose der EEG-Umlage

Umweltminister Norbert Röttgen wies in einer Pressemitteilung die Prognose zur Entwicklung der EEG-Umlage der vier großen Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) zurück. Am Dienstag veröffentlichten diese ihre Prognose für 2013 und vermeldeten, dass die EEG-Umlage auf 3,66 bis 4,74 Cent steigen wird. Diese Berechnungen liegen nach Röttgen allerdings an der oberen Grenze. Laut Pressemitteilung, berechneten die Übertragungsnetzbetreiber bestimmte unklare Sonderfaktoren mit ein, welche insgesamt ein schiefes Bild ergeben. Außerdem gehen die ÜNB von einem Anstieg der Strommengen auf 144 Terrawattstunden im Jahr 2013 aus, das sind 80% mehr als im Jahr 2010. Auch diese Berechnungen seinen unrealistisch, das Bundesumweltministerium kommt in seinen Berechnungen auf knapp 20 Terrawattstunden weniger als die ÜNB.

 

Im auch im Vorjahr wurde ein höherer Anstieg der EEG-Umlage prognostiziert. Die ÜNB hatten 2010 für das Jahr 2012 einen Anstieg von 3,4 bis 4,4 Cent vorausgesagt. Die tatsächliche Entwicklung liegt jetzt allerdings mit 3,59 Cent je Kilowattstunde am unteren Rand der Berechnungen.

 

Aus Sicht des Ministeriums haben die Reduzierungen bei der Förderung der Solarenergie bereits für die bisher stabile Entwicklung der EEG-Umlage gesorgt. Röttgen bekräftigte dadurch, dass mit der Novelle des EEG, welche am 1. Januar 2012 in Kraft tritt, alle notwendigen Maßnahmen ergriffen seien, um die EEG-Umlage auch langfristig auf einem stabilen Niveau zu halten.

 

CDU-Wirtschaftsflügel zettelt erneut Diskussion über die Deckelung der Photovoltaik an

Die vier großen Übertragungsnetzbetreiber – 50 Hertz, Amprion, EnBW Transportnetz und TenneT – haben gestern, am 15.11.2011 ihre Mittelfristprognose für die künftige EEG-Umlage veröffentlicht. Demnach werden die Kosten für den Endverbraucher im Jahr 2013 auf 3,66 bis 4,74 Cent je Kilowattstunde steigen.

 

Anlässlich der Veröffentlichung der Mittelfristprognose meldeten sich, laut dem Magazin „Photovoltaik“, CDU-Wirtschaftspolitiker zu Wort, die die Kostenbegrenzung für erneuerbare Energien fordern. Besonders die Photovoltaik sei schuld an der Kostenexplosion. Bereits im Sommer wetterte der CDU-Wirtschaftsflügel und brachte eine Begrenzung für den Zubau der Photovoltaik von einem Gigawatt ins Spiel. Diese Forderung wird nun wieder laut. Gemeinsam mit der Ende Oktober verkündeten Reduzierung der Einspeisevergütung um 15% soll so eine Konstanz der EEG-Umlage gewährleistet und der Verbraucher vor zu hohen Kosten geschützt werden.

 

Rainer Baake, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, kritisierte hingegen die Politik der Regierungskoalition. Die Einstiegskosten für die Energiewende werden von CDU/CSU und FDP systematisch von der Wirtschaft auf die privaten Haushalte übertragen. Dadurch stellt die Regierung die zweifellos überwältigende Unterstützung der Bevölkerung für die Energiewende auf eine harte Probe.

 

Keine Info mehr verpassen!

Hat Ihnen unser Artikel gefallen? Dann melden Sie sich für unseren Newsletter an und verpassen Sie keine Info mehr.

Daten werden vertraulich behandelt.