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Google investiert in US-Solarpark

Noch vor einem knappen Monat trennte sich der Suchmaschinenriese Google von der eigens ins Leben gerufenen Forschungsgruppe im Bereich der Photovoltaik mit dem Versprechen künftig weiterhin Solarprojekte finanziell zu unterstützen. Dieses Versprechen hat Google heute in die Tat umgesetzt. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg wird Google gemeinsam mit dem New Yorker Investor Kohlberg Kravis Roberts & Co. (KKR) in vier Solarparks in Kalifornien investieren, welche genügend sauberen Strom für rund 13.000 US-Haushalte liefern sollen.

 

Das Projekt mit einer geplanten Gesamtleistung von 88 MWp soll nächstes Jahr in der Nähe von Sacramento gebaut werden. Zwar hat Google in die erneuerbaren Energien mehr als 915 Millionen US-Dollar investiert, die netzgekoppelte Solarenergie unterstützt Google mit diesem Investment allerdings erstmalig. Auch für KKR sei es das erste saubere Energieinvestment. Der Suchmaschinenhersteller wird sich dabei mit 94 Millionen US-Dollar und KKR mit 95 Millionen US-Dollar beteiligen.

 

Ganz uneigennützig sind die finanziellen Unterstützungen der beiden Firmen in das Solargroßprojekt allerdings nicht. In diesem Jahr hat der Sacramento Municipal Utility District, welcher den produzierten Sonnenstrom der Anlagen abnehmen wird, eine Einspeisevergütung eingeführt. Abhängig vom Zeitpunkt der Stromlieferung wird jede Kilowattstunde mit 7,5 US-Cents bis 27,6 US-Cents für einen Zeitraum von 20 Jahren vergütet.

 

Die deutsche Energiewende wird von Europa ignoriert

Laut der Süddeutschen Zeitung setzt die Europäische Union weiterhin auf die Atomkraft. Der deutsche Energiekommissar der EU, Günther Oettinger, bezeichnet die Atomkraft in dem noch vertraulichen Entwurf „Energy Roadmap 2050“ als einen wichtigen Faktor und plant den Neubau von 40 Atomkraftwerken.

 

Kontrastreicher könnten die Pläne für die Entwicklung der deutschen und der europäischen Energiepolitik nicht sein. Nach monatelangen Protesten und Debatten hat sich die deutsche Bundesregierung endlich zum Ausstieg aus der Atomenergie durchgerungen und die Energiewende eingeleitet, da ertönen aus Brüssel altbekannte Klänge, die die Atomkraft neu legitimieren und die Risiken und Gefahren kleinreden.

 

Laut SZ heißt es in dem Papier, dass die Atomenergie heute für den größten Anteil CO2-freier Energie stehe und sie ein wichtiger Lieferant klimafreundlichen Stroms zu vergleichsweise niedrigen Kosten bleibe. Die Zweifel vieler Europäer an der Atomenergie würden zwar in der Roadmap der Kommission erwähnt, sie werden abgetan, da sie durch neue Technologien überwindbar seien. Nach dem Motto „Augen zu und durch“, beschwichtigt Oettingers Behörde „Eine neue Generation der Atomtechnik könnte helfen, die Abfall- und Sicherheitsbedenken zu adressieren.“

 

Nächste Woche soll das Papier offiziell vorgestellt werden. Die Kommission plant nicht nur den Neubau von 40 Atomkraftwerken bis 2030, es sieht auch eine finanzielle Förderung der Atomkraft vor. Nach Vorbild des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, sollen etwa Neuinvestitionen in die Atomenergie subventioniert werden. Da die Roadmap als europäisches Gerüst für die nationalen Energiepolitiken dienen soll, ist zu erwarten, dass es zwischen Brüssel und Berlin zu Auseinandersetzungen kommen wird.

 

In Berlin wurde das erste Energieeffizienzhaus eröffnet

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer eröffneten diese Woche das „Effizienzhaus Plus“ in Berlin Charlottenburg. Das Modellhaus des Ministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung kombiniert Energieeffizienz mit Elektromobilität.

Das Effizienzhaus ist mit modernster Photovoltaik- und Elektromagnet-technik ausgestattet. Dadurch produziert es doppelt so viel Strom, wie es benötigt. Um eine neue Speichermöglichkeit für überschüssige Energie aufzuzeigen, soll der Strom vor Ort in die Elektroautos der Bewohner eingespeist werden.

„Nach dem Motto ‚Mein Haus – meine Tankstelle‘ produziert das Gebäude mehr Energie, als es selbst benötigt. So kann das Haus selbst die Elektrofahrzeuge speisen. Ich will, dass dieses Haus kein Prototyp bleibt. Deshalb fördern wir die Entwicklung solcher Häuser mit einem eigenen Forschungsprogramm.“, sagte der Bundesminister Ramsauer während der Einweihung des Hauses.

Im nächsten Jahr soll das Effizienzhaus durch eine vierköpfige Testfamilie auf seine Alltagtauglichkeit überprüft werden. Bis dahin kann allerding noch besichtigt werden.

Deutschland wird Südafrikas Partner beim Ausbau der erneuerbaren Energien

Südafrika hat eine Initiative zum massiven Ausbau der erneuerbaren Energien (SARI) ins Leben gerufen. Gemeinsam mit Vertreten Dänemarks, Norwegens, Groß- britanniens, der Schweiz und der Europäischen Investitionsbank hat Deutschland einen Partnerschafts-vertrag unterzeichnet, meldet das Bundesumweltministerium. Das Projekt sei ein wichtiges klima-, energie- und industriepolitisches Programm mit großer Strahlkraft, weit über die Grenzen Südafrikas hinaus, sagte Norbert Röttgen.

 

Bis zum Jahr 2030 hat sich Südafrika vorgenommen bis zu 9% des Energiebedarfs mit Strom aus erneuerbaren Energien zu decken. Der Ausbau der erneuerbaren Energien soll auch helfen das Land insgesamt zu einer „green economy“ umzugestalten. Mit dem Projekt ist also nicht nur der Ausbau der erneuerbaren Energien verbunden, sondern auch die Entwicklung nachhaltigen Wirtschaft. Zehntausend neue Jobs sollen in dem Bereich entstehen.

 

Die europäische Unterstützung der Initiative SARI deckt viele Möglichkeiten ab. Von der Finanzierung über die Beratung und die Ausgestaltung von Rahmenbedingungen bis hin zum Aufbau verschiedene Projekte, sieht die Partnerschaft verschiedene Beteiligungsmodelle vor. Die konkreten Bereiche der bilateralen Partnerschaft zwischen Deutschland und Südafrika müssen allerdings noch ausgearbeitet werden.

 

Die südtiroler Stadt Brixen macht mobil für Photovoltaikausbau

Interessiert man sich hierzulande für eine Solaranlage auf dem eigenen Dach, muss man auf verschiedene PV-Rechner zurückgreifen, um festzustellen, ob das eigene Dach überhaupt zur Produktion von Sonnenstrom geeignet ist. Das ist mit einem relativ großen Aufwand verbunden, da Informationen, wie zum Beispiel die jährliche Sonneneinstrahlung, nicht jedem unmittelbar zugänglich sind. Die italienische Stadt Brixen hat in Zusammenarbeit mit der EURAC research, dem Institute für Erneuerbare Energie und dem Institut für Angewandte Fernerkundung, für seine Bürger eine Online-Karte entwickelt, die Auskunft darüber gibt, welches Potential zur solaren Stromerzeugung in den Dächern der Gemeinde liegt.

 

Die knapp 20.700 Einwohner der Stadt können nun durch die sogenannte WebGIS Karte die potentielle Sonneneinstrahlung, die potentielle Photovoltaikleistung und den jährlich zu erwartende Stromertrag ihrer Dächer bequem von zu Hause aus einsehen.

 

Diese Online-Karte macht es sowohl Dachbesitzern, als auch Projektentwicklern und Investoren wesentlich leichter, sich für den Bau einer Solaranlage zu entscheiden, da erste technische Hürden überwunden werden können.

 

Der Bürger, für den Leistungsangaben wie Kilowattpeak meist recht abstrakt bleiben, hat die Möglichkeit sich eine Vorstellung vom Potential der Sonne auf dem eigenen Dach zu machen. Projektentwickler und der Bausektor werden dabei unterstützt, schnell geeignete Oberflächen für Anlagen ausfindig zu machen und das Potential der unterschiedlichen Technologien zu bewerten.

 

Mit dem Projekt dürfte die Gemeinde die richtigen Signale in Richtung zukünftiger autarker Energieversorgung durch Sonnenstrom gesetzt haben.

 

Deutschland wird für Vorbildfunktion in der Umweltpolitik ausgezeichnet

Am Rande der UN-Klimakonferenz wurde Deutschland beim World Climate Summit in Durban für seine Umweltpolitik und den Ausbau der erneuerbaren Energien geehrt. Auf dem World Climate Summit sollen produzierende Unternehmen, Unternehmen der Finanzwirtschaft und Regierungen, die Möglichkeit erhalten sich miteinander zu vernetzen. Dabei sollen neue, profitable Klimaschutzprojekte entwickelt und Strategien zur Verbreitung weltweiter Green Economy-Strategien diskutiert werden.

 

Im Rahmen des World Climate Summit werden alljährlich die „Gigaton Awards“ verliehen. Bisher wurden in fünf Kategorien, vor allem Unternehmen ausgezeichnet, die sich der Reduktion von Emissionen verdient gemacht haben und sich durch besondere Fortschrittlichkeit auszeichnen. Erstmals erhielten in diesem Jahr auch Staaten eine Auszeichnung für vorbildliche Leistungen.

 

Deutschland erhielt den „Country-Leadership-Award“ für den Anstieg des Anteils von Strom aus erneuerbaren Energien. Dieser ist von 2000 mit 6,3% bis heute auf über 20% gewachsen. Mit dem Preis wurde aber auch die deutsche Politik honoriert, die diese Entwicklung ermöglichte.

 

Bundesumweltminister Norbert Röttgen zeigte sich erfreut: „Dieser Preis zeigt, dass Deutschland beim Ausbau der Erneuerbaren Energien, in der Entwicklung der entsprechenden Technologien und in seiner Politik für eine nachhaltige Energieversorgung weltweit führend ist. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz sind der Schlüssel für mehr Klimaschutz.“

 

Außerdem machte er deutlich, dass sich Deutschland seiner Vorreiterrolle in Punkto Umwelt- und Klimaschutz bewusst ist: „Viele Länder schauen darauf, wie es uns als großem Industrieland gelingt, die Energiewende umzusetzen und unsere Wirtschaft auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung umzustellen. Ein Preis, der aus dem Kreis von Wirtschaftsführern verliehen wird, zeigt, dass weltweit agierende, große Industrieunternehmen erkannt haben, das Wachstum und Wettbewerb sich vom Ressourcenverbrauch abkoppeln müssen.“

 

Die Erwartungen an herausragende Ergebnisse an den UN-Klimagipfel sind zwar relativ gering, aber nun hat Deutschland schon mal ein Grund zur Freude und reist nicht mit leeren Händen aus Durban zurück.

 

Beim US-Streit um Dumpingpreise hat SolarWorld die Nase vorn

Am Freitag sprach sich die US-Handelskommission, laut der Nachrichten-Agentur Bloomberg, einstimmig dafür aus, dass chinesische Importe der US-amerikanischen Solarindustrie geschadet haben.

 

Dieses Urteil wurde auf Grundlage der Petition der amerikanischen Tochter von SolarWorld und sechs weiteren Unternehmen der Solarindustrie gefällt, die den chinesischen Unternehmen im Oktober vorwarfen, durch staatliche Subventionen, zinsgünstige Kredite und Steuervergünstigungen die Preis zu drücken und sich dadurch einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.

 

Mit dieser Entscheidung wurde die Einführung von Strafzöllen und Ausgleichszahlungen für chinesische Solarmodule und -produkte wahrscheinlicher.

 

Die US-Handelskommission habe diese Entscheidung getroffen, ohne hinreichende Beweise für eine Schädigung der Solarindustrie durch chinesische Produkte vorzuzeigen, sagte der chinesische Handelsminister am Samstag. Das Urteil wurde trotz der Einwände chinesischer und amerikanischer Unternehmen gefällt, daraus sei ersichtlich, dass die Vereinigten Staaten einen Hang zum Handels-Protektionismus haben unter dem ganz besonders China leide, brachte Chen Deming seinen Unmut zum Ausdruck.

 

Bis zum 12. Januar soll die Handelskommission  nun über die vorläufigen Rechtsmittel entscheiden.

 

Nord Amerika ist für China der drittwichtigste Markt, nach Europa und Asien, hier werden etwa 11% der weltweiten Solarexporte Chinas eingeführt.

 

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