Solar in Deutschland Posts

Erneuerbare Energien senken Stromkosten

Nachdem vor ein paar Tagen schon der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) die wiederholten Falschmeldung kritisiert hat, dass der Ausbau der regenerativen Energien die Strompreise ansteigen lasse, reagiert jetzt auch die Politik. Jürgen Trittin, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen besuchte die Solar Technology AG in Niestetal – und versprach Besserung.

Das Gespräch mit Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon und Technologievorstand Roland Grebe machte noch einmal das unbedingte Potenzial der Photovoltaik zur Senkung der Netzausbaukosten und die wichtige Rolle von Energiemanagement-Lösungen deutlich. Fazit: Die Energiewende gefährdet den Erhalt des Industriestandorts Deutschland nicht. Unumgänglich sei allerdings, die Solarstromproduktion mit der Nachfrage in Einklang zu bringen. Solarstrom entlastet das Netz und senkt schon heute deutlich die Preise an der Leipziger Strombörse. Intelligente Lösungen sind gefragt. Ein Ansatz wäre z.B.  die Nutzung von Industriedächern für großflächige Solaranlagen, da Gewerbegebiete bereits über eine gute Netzinfrastruktur verfügen. Weiter so!

 

Quelle:SolarServer

 

Neue EEG-Vergütungssätze im Überblick

Reichstagsgebäude mit KuppelDer Kompromiss über die EEG-Novelle, der am 27. Juni vom Vermittlungsausschuss getroffen und spätestens am 6. Juli in Kraft tritt, enthält wenige, jedoch interessante Änderungen im Vergleich zu den bereits beschlossenen Vergütungssätzen. Eine Besonderheit ist durch das unerwartete Hinzufügen einer neuen Vergütungskategorie für Anlagen mit einer Anschlussleistung zwischen 10 und 40 Kilowatt (KW) entstanden. Der Vergütungssatz liegt in dieser Kategorie um zwei Cent höher als für Anlagen ab 40 Kilowatt. Mittelgroße Anlagen erhalten damit höhere Zuschüsse als vom Bundestag ursprünglich festgelegt.

Neue EEG Vergütungssätze für Dach- und Freiflächenanlagen ab 1. April 2012

Dieses Anlagensegment macht etwa ein Viertel des Marktes aus. Die Betreiber solcher Anlagen erhalten 18,5 Cent pro Kilowattstunde für 90 Prozent des erzeugten Stroms. Experten rechnen für dieses Jahr mit einem ähnlich hohen Anteil. Diese Entscheidung bietet viele Interpretationsmöglichkeiten. Zum einen drückt es ein Marktanreizprogramm für Investition und Forschung in die Speichertechnologie aus, bevor ein weiterer Zubau gefördert wird und langfristig könne man diese Entscheidung auch als Abwendung von Photovoltaikanlagen als Renditeobjekt hin zu Photovoltaik als Systemlösungen zur eigenen Energieversorgung interpretieren.

Gleich bleibt, dass die Neuerungen rückwirkend zum 1. April gelten. Zudem ist nur noch eine bestimmte Strommenge pro Jahr vergütungsfähig. Selbst verbrauchter Strom wird nicht mehr vergütet. Die Sätze selbst verringern sich ab sofort monatlich. Bis Ende Juni bzw. September 2012 gilt jedoch noch eine Übergangsfrist für die alte Einspeisevergütung. Nur geringfügige Änderungen sieht der Kompromiss bei Solarparks vor: Für die Zusammenfassung mehrerer Freiflächenanlagen zu einer Gesamtanlage gilt künftig ein Umkreis von 2 km statt bisher 4 km. Die Begrenzung auf 10 MW für Freiflächenanlagen bleibt dagegen erhalten. Die Vergütungssätze vom 01.01.2012 (siehe unten) gelten noch für Dachanlagen, deren Netzanschlussbegehren (gemäß § 5 EEG) vor dem 24. Februar 2012 gestellt wurden und die bis zum 30. Juni 2012 in Betrieb genommen werden. Ebenso für Freiflächenanlagen deren Beschluss über die Aufstellung oder Änderung eines Bebauungsplanes vor dem 1.März getroffen wurde und die bis 30. Juni fertiggestellt wird. Für Freiflächenanlagen auf Konversionsflächen gilt dies abweichend bis 30. September (hier gilt dann bei Inbetriebnahme nach dem 30.6.2012 und vor dem 1.10.2012 abweichend ein Vergütungssatz von 15,95 ct/kWh).

Neue EEG Vergütungssätze für Anlagen an oder auf Gebäuden (Dach, Fassade) und Freiflächen

Für das kommende Jahr können auf Basis der Daten der aktuellen Novelle folgende Einspeisetarife erwartet werden:

Neue EEG Vergütungssätze für Dach- und Freiflächen ab 1.1.2013

Quelle: BSW – Bundesverband Solarwirtschaft e.V.

Hat die Solarbranche Zukunft? Lohnt sich eine private PV Anlage? Antworten im Interview mit Felix Krause.

Felix Krause CEO Milk the SunIm Interview mit umwelthauptstadt.de bietet Felix Krause, CEO von Milk the Sun einen Blick hinter die Kulissen und gibt seine Einschätzung zur Zukunft der PV-Branche. Warum diese in seinen Augen sonnig aussieht, lesen Sie hier:

 

Milk the Sun hat bereits mehrere Preise gewonnen – wie entstand die Idee dazu und wie grenzen Sie sich ab gegenüber anderen Photovoltaik-Portalen  Zusammen mit Dirk Petschick hatten wir 2009 einen Projektentwickler und -manager für Photovoltaikanlagen in Deutschland und UK gegründet. Dabei stellten wir allerdings täglich fest, dass für den Kauf, Verkauf und Bau von Photovoltaik-Anlagen in Europa lange Maklerketten erforderlich sind, die mit hohen Transaktionskosten für die Marktteilnehmer verbunden sind. Genau wie die fehlende Transparenz gibt es in diesem Markt kaum online Vergleichsmöglichkeiten für Versicherungen, Maintenance Verträge noch rechtliche Due Diligences, so wie es heute in den meisten anderen Branchen längst üblich ist. An diesem Punkt setzt unsere Idee und unser Verständnis an und unterscheidet sich somit teilweise gravierend von anderen Ansätzen. Dafür wurde Milk the Sun bei verschiedenen Wettbewerben ausgezeichnet.

 

Die Solarbranche ist insbesondere durch die Subventionskürzungen stark unter Druck geraten. Lohnt sich das Verpachten von (privaten) Dachflächen eigentlich noch? Es ist ganz deutlich zu spüren, dass die PV-Branche ungeachtet der politischen Tendenzen ein starkes Wachstum verzeichnet. Denn Solaranlagen rentieren sich nach wie vor. Deutschland ist einer der aktivsten Standorte für Photovoltaik weltweit, das heißt gute Technik und zuverlässige Wartung sind vor Ort. Die Entstehungskosten für Solaranlagen sinken und drücken so die Anschaffungskosten. Daher lohnt sich die Verpachtung von Dachflächen trotz der Kürzungen noch immer und wird es auch in Zukunft auch weiterhin tun.

 

Können Sie eine ungefähre Zahl nennen, was ein privater Hausbesitzer mit einer durchschnittlichen Dachfläche im Jahr verdienen kann, wenn er diese verpachtet oder einen Teil der erzeugten Energie ins Netz einspeist? Das ist natürlich von der Lage, der tatsächlichen Größe des Daches und von seiner Ausrichtung abhängig. Aber nehmen wir einmal an, dass ein Einfamilienhaus im südlichen Deutschland gelegen eine Dachausrichtung nach Süden mit ungefähr 100 Quadratmetern Dachfläche hat. Die Anschaffungskosten für eine Anlage dieser Größe beliefen sich auf grob geschätzt 15.000 Euro exklusive Nebenkosten. Diese Anlage produziert 10.000 kWh pro Jahr. Bei einer Einspeisevergütung von aktuell 24,4 ct/kWh. (Stand Mai 2012) wäre die Anlage nach etwas mehr als sechs Jahren abbezahlt und würde, auf die Laufzeit von 20 Jahren gerechnet, Strom im Wert von 48.000 Euro produzieren. Es entsteht eine Rendite von 33.000 Euro. Auch unter der Voraussetzung, dass die Einspeisevergütung auf 18 ct/kWh reduziert wird, liegt die Rendite bei 19.000 Euro. Zusammengefasst – eine Anlage ist langfristig immer lohnend, mit Festpreisgarantie noch ein ganzes Stück mehr. Die Erwartung zukünftiger Strompreissteigerungen macht die Investition in eine PV-Anlage langfristig interessant. Zukünftig werden auch Direktvermarktungskonzepte attraktiver werden. Die Pacht für ein Dach liegt zwischen vier und acht Prozent des Gewinns der Anlage. Zu verpachten kann sich gerade bei großen Flächen lohnen. Für Besitzer von Einfamilienhäusern ist die Investition in eine eigene Anlage meistens lohnender als die Verpachtung.

 

Wagen Sie einen generellen Ausblick für die Solarbranche? Wie beurteilen Sie die aktuelle Situation und welche Möglichkeiten haben deutsche Firmen, um auch künftig in diesem Segment erfolgreich mitzumischen? Atomkraftwerke werden abgeschaltet und die Erneuerbaren Energien müssen die Lücken füllen. Die Solarbranche als lukratives Geschäftsfeld wird kontinuierlich weiter ausgebaut. Laut einer aktuellen Studie von der European Photovoltaic Industry Association wird unter günstigen politischen Bedingungen weltweit ein Wachstum von 500 Prozent bis 2020 in der PV-Branche prognostiziert. Etliche klimatisch optimale Standorte sind wenig oder gar nicht erschlossen und Photovoltaik ist neben Wind- und Wasserenergie ein technisch etabliertes Standbein grüner Energiegewinnung. Den Marktvorteil, den Deutschland und Italien als Vorreiter der Photovoltaik heute haben, gilt es zu festigen. Denn die Photovoltaikbranche ist ökologische und ökonomische Zukunft. Professionell Unternehmen werden sich in der Konsolidierungsphase durchsetzten und weiterhin erfolgreich sein. Dem müssen wir uns stellen und mit kreativen Lösungen neue Wege gehen.

 

Das vollständige Interview findet sich auf umwelthauptstadt.de

 

Kitschige Berichterstattung deutscher Leitmedien und eine Wahrheit über die EEG-Umlage

Unabhängige Berichterstattung sieht anders aus. In den ARD Tagesthemen wurde am vergangenen Sonntag eine etwas saloppe Darstellung der Entwicklung des EEG und der Konsequenzen für die Bundesbürger ausgestrahlt. Eine Mutter hält Fläschchen, Baby und die letzte Stromrechnung in die Kamera, dazu der Kommentar, dass in über 600.000 Haushalten schon der Strom abgeschaltet worden sei. Die Energiewende sei nicht nur eine technische, sondern auch eine soziale Herausforderung. Photovoltaik.eu hat die Zahlen, die auch in der Berichterstattung des Spiegels auftauchen, nachrecherchiert. Nicht 600.000, sondern 157.600 Haushalte konnten ihre Energierechnung (Strom, Gas und Wasser, wohlgemerkt) nicht rechtzeitig zahlen und haben deshalb kurzfristig keinen Strom gehabt. Inwiefern diese Zahl überhaupt mit der EEG-Umlage verbunden ist, wurde gar nicht erläutert. Es ist natürlich richtig, dass die EEG-Umlage steigt. Sie liegt heute bei knapp 3,5 ct/kWh und hat seit Einführung um 70% zugelegt. Aber um diesen Umstand zu erläutern ist die Betrachtung der Fragestellung wichtig: Welche Faktoren lassen die EEG-Umlage stetig wachsen? Denn in den Berichterstattungen der Leitmedien wurde ein Aspekt konsequent außer Acht gelassen. Die Regierung selbst gestaltet Höhe und Verteilung jeder Umlage. Und in diesem Punkt wird es beim EEG interessant.

Gebäude der Bundesnetzagentur Bonn

Ein Bericht der Bundesnetzagentur bringt Licht ins Dunkel der ARD-Berichterstattung

Laut eines Berichtes der Bundesnetzagentur vom März 2012 könnte die EEG-Umlage bei 3 ct/kWh (!) liegen. Die aktuelle Umlage von knapp 3,5 ct, Tendenz steigend, ist einerseits dem Anlagenzubau, ungünstigen Kalkulationsgrundlagen und vor allem zu großen Teilen einer unfairen Verteilung anzurechnen. Konkret heißt das laut Bundesnetzagentur „dass die privilegierten Unternehmen im Jahr 2012 zwar 18% des Gesamtverbrauchs (an Strom) verursachen, aber lediglich für einen Anteil von 0,3 Prozent am gesamten Umlagebetrag aufkommen. Folglich müssen 2,5 Mrd. Euro zusätzlich von den nicht-privilegierten Letztverbrauchern, in aller Regel sind dies Haushaltskunden sowie industrielle und gewerbliche Kleinverbraucher getragen werden.“ Wäre ein Beitrag über diese Gründe der steigenden EEG-Umlage, vor allem für Endverbraucher, nicht spannender? Die Feststellungen in diesem Bericht haben im Übrigen nicht beeinflusst, dass die Hürde für  eine EEG-Umlage-Befreiung nach oben gesetzt wird. Im Gegenteil: Die Grenze des minimalen Stromverbrauches im Jahr, um als Vielverbraucher-Unternehmen befreit zu werden, ist gesunken von 10 GW auf 1 GW. Zum Verständnis: Jedes Unternehmen, das in Deutschland so viel Strom im Jahr verbraucht wie 250 Einfamilienhaushalte, ist von der EEG-Umlage befreit. Das sind viele. Und der Rest, schlappe 2,5 Mrd. Euro, bleiben bei denjenigen hängen, die zum Beispiel die ARD als Protagonisten einer Anti-EEG-Kampagne auswählt. „Mit Sorge beobachtet die Bundesnetzagentur daher die Tendenzen, die den regulären umlagepflichtigen Letztverbraucherabsatz immer weiter reduzieren.“ Das wäre eine Meldung wert. Zu ergänzen um die deutlich gestellte Frage nach dem Veröffentlichungsdatum des im März vorliegenden Berichts. Denn der ging im Mai online – nach den Landtagswahlen in NRW.

Quellen: Bericht der Bundesnetzagentur, Recherche von Photovoltaik.eu, Tagesthemen zur EEG-Umlage

Trends in der PV: Launch des Online-Magazins PV Marketing & Tipps für PV Händler: Die Geheimnisse des Kaufprozesses

Titelbild_PV MARKETING - Das erste Marketing-Magazin für die SolarbrancheUnter einem ungewöhnlichen Aspekt nimmt sich das im Mai 2012 veröffentlichte Online Magazin PV Marketing – das kleine Magazin für die Solarbranche, dem Thema Photovoltaik an. Trendthemen wie SEO (Search Engine Optimizing oder Suchmaschinenoptimierung), Social Media und E-Commerce greift die Autorenschaft des Magazins auf und macht dabei klar, dass Photovoltaikmarketing mit den Technologien des Onlinemarketings vertrauter werden muss. „Das Magazin soll Solarunternehmen eine wertvolle Hilfe in Sachen online und auch offline Marketing sein. Dabei gehen wir in jeder Ausgabe jeweils auf verschiedene Themen ein.“, sagt Chefredakteur und Herausgeber Michael Ziegler. Milk the Sun findet, dass das Nischenmagazin am Puls der Zeit und wichtig für die Novellierung der PV Industrie ist. Neue Marketingkanäle konzentrieren sich auf das Internet. Diese Kanäle vermehrt zu nutzen ist für zeitgemäße Themengebiete, wie die Solarbranche, fast ein Muss. Da ist es hilfreich zu wissen, wie es richtig geht.

TIPPS FÜR PV HÄNDLER: DIE GEHEIMNISSE DES KAUFPROZESSES – Im Interview mit John Robert Doelling stellt PV Marketing dar, wie komplex die Kaufentscheidung eines potenziellen PV-Anlagen-Käufers ist. Im Fokus des Artikels stehen Hinweise für Projekt- und Rechteanbieter, Investoren oder Bestandsanlagenbesitzer, damit diese sich aktiv in den Kaufprozess einbringen können. Gleich mehrere Stufen werden vor Abschluss eines PV Geschäfts durchwandert. Diese Stufen sind miteinander verknüpft, laufen nicht chronologisch, beginnen schon lange vor dem ersten Kontakt mit Händlern und sind sowohl durch emotionale als auch kognitive Informationen gesteuert. Betont wird zum Beispiel die Besonderheit der Kaufentscheidung für eine Solaranlage – Es handelt sich in der Regel um eine Investition fürs Leben, es sind hohe Kosten mit dem Kauf verbunden und es mangelt an persönlichen Vorerfahrungen. Daraus wird abgeleitet, dass die langfristige Kundenbindung und der enge persönliche Kontakt in der Branche wichtig seien. Auch online werden potentielle Kunden ihre „Nachbarn“ nach deren Erfahrungen und Meinungen zu Firmen und Produkten befragen. Daher empfiehlt Doelling deutlich sehr umsichtig mit Nachfragen und Wünschen der Kunden umzugehen – auch langfristig. PV Marketing bietet in der ersten Ausgabe schöne Leitfäden, um Online Marketingstrategien für das Photovoltaik Business sinnvoll zu nutzen. Gastbeiträge und Interviews von und mit PV Insidern runden das Magazin ab.

Grafik: Kaufentscheidungsprozess in der PV

Grafik_Kaufentscheidungsprozess_PV_Marketing_Interview_RobertDoelling

Milk the Sun stellt auf der Intersolar Messe in München aus!

Milk the Sun auf der Intersolar Europe 2012 – der weltweit größten Messe für die Solarindustrie. Mit Spannung erwarten wir die Münchner Messe an Stand B2.170D vom 13. bis zum 15. Juni und freuen uns den über 80.000 Besuchenden Rede und Antwort zu stellen. Milk the Sun ist der internationale online Marktplatz für Anbieter und Abnehmer der PV-Industrie und bietet die Chance – direkt, einfach und effizient – zu handeln. Sie sind richtig bei uns, wenn Sie einen effektiven Weg suchen ihr Grundstück oder Dach für Photovoltaikprojekte zur Verfügung zu stellen, neue Plätze suchen um Photovoltaikprojekte zu verwirklichen, ihre bereits existierenden Anlagen an internationale Käufer vermitteln möchten oder europaweit nach schlauen Investitionsmöglichkeiten in die PV Industrie suchen. Auf der Suche nach neuen Geschäftskontakten sind wir Ihre Schnittstelle – besuchen Sie uns auf der Intersolar: Stand B2.170D. Suchen und finden Sie:

 

MilktheSun_der_Online_PV_Marktplatz

 

Milk the Sun: Der Handelsplatz für die europäische Solarenergiebranche geht online

Logo Milk the Sun - Der europäische Marktplatz für PhotovoltaikMilk the Sun bringt Projektentwickler, Investoren, Flächenbesitzer und Eigentümer von Bestandsanlagen direkt miteinander ins Geschäft

Mit www.milkthesun.com geht der erste europaweite Marktplatz online, der den Handel von Projektrechten und Bestandsanlagen mit einer Dach- und Freiflächenbörse vereint. Milk the Sun schafft damit eine innovative Lösung, um den bislang unübersichtlich strukturierten Erst- und Zweitmarkt transparent zu gestalten. Bisher stehen sich auf dem Photovoltaik-Markt eine Vielzahl kleiner Anbieter von Dachflächen oder Projektrechten und Investoren gegenüber. „Von der Planung bis zur Installation bzw. für den Wiederverkauf einer Solaranlage sind viele Zwischenhändler notwendig. Dadurch ist der Handel mit Photovoltaik-Anlagen und Projektrechten nicht nur zeitaufwendig und langwierig, sondern auch mit hohen Transaktionskosten verbunden“, sagt Felix Krause, Geschäftsführer von Milk the Sun. 

Projektrechte, Dachflächen und Anlagen bequem online vermarkten – www.milkthesun.com bietet für Projektentwickler, Investoren, Flächenbesitzer und Eigentümer von Bestandsanlagen die Möglichkeit, sich direkt miteinander zu vernetzen. Lange Maklerketten werden überflüssig. Alle Nutzer der Plattform können Angebote oder Gesuche einstellen, Projekte vergleichen, Solarflächen finden und damit den Akquiseaufwand erheblich verringern. Angesichts der Förderkürzungen von Solarenergie in vielen europäischen Ländern, ist es zwingend erforderlich neue Vermarktungswege zu schaffen. „Die Zwischenhändler haben bisher große Teile der Investitionsrenditen verschlungen“, erklärt Felix Krause. „Damit Solarenergie weiterhin profitabel bleibt, müssen Geschäftspartner künftig direkt miteinander in Verbindung treten. Milk the Sun bietet hierfür die optimale Lösung.“ 

Individuelle Beratung und Vermittlung von Serviceleistungen – Neben der Handelsplattform berät Milk the Sun auch bei Fragen zu Versicherung oder Wartung. Bei rechtlichen, steuerlichen oder Finanzierungsangelegenheiten steht den Nutzern außerdem ein Netzwerk aus Experten und Beratern zur Verfügung. 

Milk the Sun  – Das Team von Milk the Sun bündelt Expertisen und Kompetenzen rund um das Thema Solarenergie. Es verfügt über langjährige Erfahrungen in der Gesamtrealisierung großer Solarkraftwerke und hat ausgezeichnete Marktkenntnisse. Milk the Sun hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Photovoltaik-Markt dynamisch zu gestalten, zeitaufwendige und kostenintensive Hürden zu überwinden und dadurch einen Beitrag zum Ausbau der erneuerbaren Energien zu leisten.

Die neue Einspeisevergütung – Herausforderung und Chance

Die letzte Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ist erst vor zwei Monaten in Kraft getreten. Trotzdem plant die Bundesregierung erneut Änderungen an dem Gesetz, die vor allem die Förderungen der Solarenergie betreffen. Für den Ausbau der Photovoltaik in Deutschland waren die umfangreichen staatlichen Förderungen zweifelsohne von großer Bedeutung. Die Bundesrepublik konnte ihre Vorreiterrolle auf dem Solarmarkt behaupten und sich als einer der führenden Standorte für Produktion, Forschung und installierter Photovoltaik-Leistung etablieren. Bislang wurde in Deutschland eine Leistung von knapp 25 Gigawattpeak (GWp) installiert, allein im letzten Jahr kamen 7,5 GWp hinzu[1]. Durch die Kürzungen muss die Solarbranche in Zukunft zwar einige Einschnitte hinnehmen, allerdings werden diese durch den technologischen Fortschritt abgefedert und bieten sogar die Chance, die bislang starren Strukturen des Solarmarktes aufzuweichen.

 

Investitionen in den deutschen Solarmarkt lohnen sich:

                • Die Produktion von Solarstrom bleibt auch mit den neuen Einspeisevergütungen attraktiv und rentabel
                • Durch den technologischen Fortschritt wird bald Netzparität erreicht und Förderungen werden komplett überflüssig
                • Neue Vermarktungsstrukturen machen den Solarmarkt liquider und transparenter

1.      Eckdaten der neuen Fördertarife

 

Der aktuelle Gesetzesentwurf der Bundesregierung sieht folgende wesentliche Änderungen vor[2]:

                • Eine einmalige und deutliche Absenkung der Tarife, um diese an die gesunkenen Marktpreise von Photovoltaikmodulen anzupassen. Die Änderung tritt für Dachanlagen voraussichtlich zum 1. April 2012 in Kraft, für Freiflächenanlagen zum 1. Juli.
                • Bisher wurde Solarstrom zu 100 % vergütet. Jetzt können sich Besitzer kleinerer Anlagen mit einer Leistung von bis zu 10 Kilowattpeak (kWp) 85 % ihres Stroms vergüten lassen, alle anderen Anlagenbesitzer 90 %.
                • Bisher wurden die Tarife alle sechs Monate reduziert. Künftig werden die Tarife monatlich 0,15 Cent gekürzt.
                • Der Photovoltaik-Zubau soll dadurch auf 2500 – 3500 Megawattpeak (MWp) pro Jahr reduziert werden.

Entwicklung der Einspeisevergütungen seit 2010:

 

Inbetriebnahme 30 kWp 100 kWp bis 1 MWp über 1 MWp Freiflächen
01.01.2010 39,14 37,23 35,23 29,37 28,43
01.07.2010 34,05 32,39 35,23 25,55 25,02
01.10.2010 33,03 31,42 29,73 24,79 24,26
01.01.2011 28,74 27,33 25,86 21,56 21,11
01.01.2012 24,43 23,26 21,98 18,33 17,94
Neu: bis 10 kWp bis 100 kWp entfällt bis 1 MWp bis 10 MWp bis 10 MWp
ab 01.03.2012 19,50 16,50 13,50 13,50
Kürzung um 20,2 % 29,0 % 24,9 % 26,4 % 24,7 %
ab 01.05.2012 monatliche Degression 0,15
ab 01.01.2013 18,15 15,15 12,15 12,15
ab 01.01.2014 16,35 13,35 10,35 10,35
ab 01.01.2015 14,55 11,55 8,55 8,55
ab 01.01.2015 12,75 9,75 6,75 6,75

(Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit; www.EEG-2011.de)

2.      Solarstrom bleibt rentabel

Die neuen Einspeisevergütungen stellen Projektentwickler und Unternehmen der Solarbranche sicherlich vor neue Herausforderungen. Trotz der Kürzungen ist die Produktion von Solarstrom aber weiterhin rentabel.

Entwicklungsausblick für die verschiedenen Anlagetypen:

Kleinere Dachanlagen bis zu 10 kWp:

                • Die Kürzungen fallen für diese Anlagen wenig drastisch aus. Die für den 1. Juli geplante Kürzung um 15 % wird lediglich um 5  % erhöht und ein paar Monate vorgezogen.

                • Je nachdem mit welchen Modulen gebaut wird, ergeben sich für diese Analgen immer noch Renditen von 5 – 8 %[3]. Die Investition in eine Solaranlage ist dadurch immer noch attraktiver als die Investition in eine ähnlich sichere und langfristige Kapitalanlage.

                • Nach Berechnungen der Welt Online wird Strom aus Dachanlagen ab dem 1. Januar 2014 um 4 %, ab dem 1. Januar 2015 sogar um 22 % höher vergütet, als es nach dem bisherigen Fördersystem der Fall gewesen wäre. Diese Berechnung beruht allerdings auf der Annahme, dass der Zubau konstant bei rund 7,5 Gigawattpeak pro Jahr bleibt[4].

                • Private Dachanlagen werden durch die 85 %-Regel zum Eigenverbrauch angehalten. Bei einem derzeitigen Strompreis von 24 Cent pro Kilowattstunde zahlt sich der Eigenverbrauch aus und steigert die Rendite der Anlage. Langfristig wird die Produktion von Sonnenstrom immer preiswerter, während die Stromkosten steigen.

                • Ein wesentlicher Rückgang der Nachfrage ist in diesem Marktsegment nicht zu erwarten.

Bei größeren Dach- und Freiflächenanlagen:

                • Die Kürzungen betragen bei diesen Anlagen rund 25 % der bisherigen Fördertarife. Hinzu kommt, dass der produzierte Strom nur noch zu 90 % vergütet wird. Die restliche Strommenge muss direkt an der Strombörse vermarktet werden.

                • Nach der Absenkung der Tarife können große Freiflächenanlagen immer noch mit Renditen von bis zu 6 % rechnen, prognostiziert Patrick Hummel von der UBS. Dadurch findet eine Marktanpassung des bisher stark überförderten Segments statt[5].

                • Sogenannte Konversionsflächen – das sind brachliegende Militär-, Industrie- oder Deponieflächen – werden durch die neue Vergütung für eine Übergangsphase unattraktiver. Durch sinkende Modulkosten wird aber dieses Marktsegment wieder für Investoren attraktiv.

Sowohl mit kleineren Anlagen als auch mit größeren Anlagen lassen sich trotz der reduzierten Einspeisetarife noch immer Gewinne erzielen. Die Nachfrage nach Solaranlagen wird daher nicht wesentlich einbrechen – zumal Investitionen in eine PV-Anlage häufig umweltpolitisch motiviert sind.

3.      Preisentwicklung und Netzparität

Durch den technischen Fortschritt und den verstärkten internationalen Wettbewerb sind die Preise für Solarmodule in den letzten Jahren stetig gesunken. Polykristalline Module aus deutscher Produktion sind derzeit für durchschnittlich 1,07 Euro pro Wattpeak erhältlich. Der Preisunterschied zum Dezember vergangenen Jahres liegt bei 4,5 %. Polykristalline Module aus China kosten derzeit noch 0,79 Euro pro Wattpeak und sind im Vergleich zum Dezember um 2,5 % gesunken[6]. Neben den gesunkenen Preisen steigt die Energieeffizienz der Module.

Die Grafik des Bundesverbandes Solarwirtschaft zeigt, dass die Preise für Solarmodule in den letzten 5 Jahren insgesamt um mehr als 50 % gefallen sind:

Durch diese Preisentwicklung wird zum Jahreswechsel 2012/2013 die Netzparität für Solarstrom erreicht. Das bedeutet, dass die Produktionskosten von Solarstrom nicht mehr teurer sind, als der Kauf des Stroms vom Stromversorger. Ab diesem Moment ist die Produktion von Solarstrom an sich rentabel und nicht mehr auf staatliche Förderungen angewiesen. Die folgende Grafik zeigt die Systempreisentwicklung im Vergleich zur Tarifhöhe in den letzten Jahren. Zwar wird hier noch von der Förderkürzung zum 1. Juli um 15 % ausgegangen, deutlich wird aber, dass die Systemkosten zum Ende des letzten Quartals 2011 deutlich unter der EEG-Vergütung lagen. Eine Anpassung der Tarife an diese Preise fördert also nur das selbstgesteckte Ziel der Branche bald die Netzparität zu erreichen.

Kosten und Förderung von Solarstrom seit 2008 halbiert: (Quelle: BSW-Solar; http://www.solarwirtschaft.de/fileadmin/media/pdf/bsw_solar_fakten_pv.pdf)

4.      Chancen für den Erst- und Zweitmarkt

Für den Erstmarkt ergeben sich aus der Kürzung der Förderung vor allem folgende Konsequenzen: Bisher zeichnet sich der Erstmarkt – der Handel von Projektrechten – durch lange Maklerketten aus. Um Flächenbesitzer, Projektentwickler und Investoren zusammen zu bringen, waren bislang viele Vermittler notwendig. Die neuen Tarife ermöglichen aber nicht mehr die Gewinnmargen, um den Handel von Projektrechten für so viele Vermittler lukrativ zu machen. Genau hier setzt Milk the Sun an. Lange Vermittlerketten werden durch die Plattform umgangen. Flächenbesitzer, Projektentwickler und Investoren können sich direkt miteinander vernetzen. Einerseits werden so Maklergebühren gespart, was die Rendite insgesamt wieder erhöht, andererseits gewinnt der Markt so deutlich mehr Transparenz. Auch Pachtmodelle lohnen sich so immer noch, auch wenn in Zukunft mit Sicherheit Leasing- oder Bürgersolarkonzept an Attraktivität gewinnen werden.

Der Zweitmarkt wird noch attraktiver: Der Kauf von bereits laufenden Solaranlagen als Kapitalanlage wird immer attraktiver und unproblematischer. Nicht nur sind die tatsächlichen Erträge der Anlage bekannt – was sie als Investition noch sicherer macht – sondern man erhält für den eingespeisten Strom auch die bisher gültige Einspeisevergütung. Erwirbt man beispielsweise eine Anlage mit einer Leistung von 80 kWp, die am 01.07.2010 ans Netz ging, erhält man auf den ins Netz eingespeisten Solarstrom, die zu dem damaligen Zeitpunkt geltenden, fast doppelt so hohen Vergütungen.

[1] Bundesverband Solarwirtschaft: Statistische Zahlen der deutschen Solarstrombranche, Januar 2012, http://www.solarwirtschaft.de/fileadmin/media/pdf/bsw_solar_fakten_pv.pdf

[2] Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie: EU-Effizienzrichtlinie und Erneuerbare-Energien-Gesetz, 23.02.2012, http://www.bmu.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/ergebnispapier__eu-effizienzrichtlinie.pdf

[3] Schultz, Stefan: So lohnt sich die Solaranlage auch künftig, Spiegel Online, 29.02.2012, http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,817172,00.html

[4] Wetzel, Daniel: Solarkürzung wirkt nur auf kurze Zeit, Welt Online, 29.02.2012, http://www.welt.de/print/die_welt/wirtschaft/article13894344/Solarkuerzung-wirkt-nur-auf-kurze-Sicht.html

[5] Schultz, Stefan: So lohnt sich die Solaranlage auch künftig, Spiegel Online, 29.02.2012, http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,817172,00.html

[6] Vgl. PVX Spotmarkt Preisindex Solarmodule, http://www.solarserver.de/service-tools/photovoltaik-preisindex.html

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