Photovoltaik Lexikon Posts

Eigenverbrauch vs. Direktverbrauch

Eigenverbrauch vs. Direktverbrauch

Der Betrieb einer eigenen Photovoltaik-Anlage kann sich in vielerlei Hinsicht lohnen. Zum einen ist die Beschaffung einer PV-Anlage eine Investition in eine erneuerbare Energie, die sauberen und regenerativen Strom erzeugt. Sie bringt aber noch einen anderen entscheidenden Vorteil: Der selbst erzeugte Strom kann selbstverständlich auch selbst genutzt werden. Das nennt man dann Eigenverbrauch und in einer abgeschwächten Form auch Direktverbrauch. Doch wo genau liegt der Unterschied zwischen den beiden Formen des Stromverbrauchs? Wir klären auf.

Was ist „Schwarm-Strom“? Wir klären auf

Schwarm-Strom ist die Zukunft der Energiewende

SchwarmStrom ist die Zukunft der Energiewende (CC)

Der Energiemarkt verändert sich – Und mit ihm auch die Begrifflichkeiten, die man ohne spezifisches Wissen kaum noch verstehen kann. Zu diesen Begriffen zählt auch der immer häufiger gebrauchte „Schwarm-Strom“. Welche zukunftsweisende Idee dahinter steckt – und wie sie der Energiewende zu Nutze kommen kann – erläutern wir in einem kurzen Beitrag. Wir stellen Ihnen heute das Konzept des „Schwarm-Stroms“ vor.

Was ist ein „Strangwechselrichter“? – Wir geben eine Definition

Gerade für Neukunden auf dem Gebiet der Photovoltaik klingen viele Begriffe rund um die Technik von Solaranlagen schwer bis gar nicht verständlich. Dazu gehört auch der „Strangwechselrichter“, der zu jeder Photovoltaik-Anlage dazugehört und für große PV-Projekte immer mehr an Bedeutung und Beliebtheit gewinnt. Wir erklären Ihnen, was genau sich hinter einem „Strangwechselrichter“ verbirgt.

E-World Essen: Erneuerbare und EEG im Zentrum des Interesses

Vom 5. bis 7. Februar fand in der Messe Essen die 13. E-world energy & water statt. 610 Aussteller aus 20 Nationen präsentierten ihre Produkte und Dienstleistungen aus Bereichen Strom-, Wasser- und Gaswirtschaft sowie Energietechnik und Energieeffizienz den mehr als 22.000 Fachbesuchern.

Die Messe Essen präsentierte die E-World energy & water

Gut besucht: Die E-World in Essen

Neben reichlich Gesprächsbedarf aufgrund des von Bundesumweltminister Peter Altmaier vorgestellten Vorstoßes zur „Strompreis-Sicherung“ konnte sich Milk the Sun von vielen neuen Geschäftskonzepte und Ideen überzeugen. Ein All-Inclusive-Online-Tool zur Berechnung der möglichst optimalen Photovoltaik-Anlage für Ein- und Zweifamilienhäuser etwa bietet die Kölner Firma Greenergetic an, und verspricht dabei wettbewerbsfähige Preise.

Regionale Stromanbieter und städtische Energieversorger wie die Nürnberger N-ERGIE AG zeigten ein durchweg gestiegenes Interesse an Erneuerbaren Energien. Die sinkenden Preise für Ökostrom machen diesen wirtschaftlich interessant, und das steigende Umweltbewusstsein der Stromverbraucher führt zu einem erhöhten Bedarf an Strom aus regenerativen Energien.

Dass die E-world energy & market den Zukunftsthemen der Energieversorgung im Hinblick auf die Energiewende offen gegenübersteht, bewies sie auch mit Halle 4. Über 50 Aussteller präsentierten dort auf 3.000 Quadratmetern Anwendungstechnologien im Bereich der „smart energy“. Intelligente Stromzähler wurden dort ebenso vorgestellt wie Konzepte einer ganzheitlichen vernetzten Haustechnik.

Berlin Solar Talk: Kommunalisierung der Berliner Stromnetze?

Kommunalisierung und Dezentralisierung spielen in der Energiewende eine entscheidende Rolle. So wurde erst vor wenigen Tagen ein neues Stadtwerk in Stuttgart gegründet, das sich vermehrt den ökologischen Zielen der Energiewende widmen möchte. Als Vorreiter in dieser Hinsicht gelten die Stadtwerke Schönau, die aus einer Bürgerinitiative entstanden und mittlerweile erfolgreich über 135.000 Kunden versorgen.

Milk the Sun war auf dem Berlin Solar Talk anwesendAuch in Berlin, wo 2014 der Konzessionsvertrag des Stromversorgers Vattenfall für das Berliner Stromnetz endet, bewirbt sich eine Bürgerinitiative für die Übernahme. Vor diesem Hintergrund fand gestern im Berliner Verbändehaus der Berlin Solar Talk unter dem Motto „Energiewende in Berlin – Energie zurück in Bürgerhand?“ in Form einer Podiumsdiskussion statt. Zahlreiche Vertreter aus der Energiebranche ein, um der vom Berlin Solar Network ausgerichteten Diskussion der Podiums-Gäste zu folgen. Großes Interesse am Thema Kommunalisierung zeigen auch die japanischen Medien, die durch den Sender NHK sogar mit einem Kamerateam vertreten waren.

Vertreten auf dem Podium in waren die Bürgerenergie Berlin eG i.G. durch Vorstandsmitglied Luise Neumann-Cosel, Vattenfall Gregor Hampel, Leiter Kundenmanagement Berlin, sowie Dr. Michael Garmer von der CDU und Michael Schäfer von den Grünen. Milk the Sun war vor Ort und hat die Meinungen zusammengefasst.

Hintergrund: Ende des Konzessionsvertrages

Das Berliner Stromnetz liegt derzeit in der Hand des Energieversorgers Vattenfall. Der Vertrag mit dem schwedischen Unternehmen endet allerdings 2014, sodass sich Bewerber über eine Ausschreibung für den neuen Konzessionsvertrag bewerben konnten. Insgesamt fanden sich dafür sieben Interessenten, darunter der aktuelle Netzbetreiber Vattenfall, zwei staatliche Unternehmen aus den Niederlanden und China, sowie die Bürgerenergie Berlin eG, die das Stromnetz zurück in Bürgerhand bringen möchte. Der Ertragswert des Netzes wird auf 800 Mio. bis 1 Mrd. Euro geschätzt.

Vattenfall setzt auf Know-How

Vattenfall-Vertreter Gregor Hampel verwies in der Diskussion auf die langjährige Erfahrung des Stromversorgers im Umgang mit dem Berliner Stromnetz. Ein Wechsel ohne das nötige Know-How sei gefährlich für die Versorgungssicherheit. Zudem habe Vattenfall den nötigen Spielraum für benötigte Investitionen. Berlin als Stromsenke sei abhängig von der Stromproduktion außerhalb der Stadt, wodurch eine Zusammenarbeit mit den Nordost-Deutschen Ländern zwingend notwendig sei.

Bürger-Genossenschaft: Gewinne für  Energiewende nutzen

Die Idee der Bürgerenergie Berlin eG, so Luise Neumann-Cosel, sei es, als einziger Mitbewerber aus Berlin, die Bürger am Stromnetz zu beteiligen und damit eine inhaltliche und wirtschaftliche Teilhabe zu generieren. Durch eine Übernahme des Stromnetzes in Bürgerhand könne sich die Stadt gegen politische Richtungsänderungen bei der Energiewende wehren und mit den erwirtschafteten Gewinnen selbst aktiv Energiewende betreiben. Für das nötige Know-How führe die Genossenschaft derzeit Gespräche mit möglichen Partnern, noch sei aber nichts „spruchreif“.

Für CDU steht Versorgungssicherheit im Vordergrund

Für Dr. Michael Garmer von der CDU stand vor allem die Bezahlbarkeit und Versorgungssicherheit im Vordergrund. Ökologische Ziele seien über das Stromnetz nicht erreichbar, auch weil das Stromnetz der strikten Regulierungen der Bundesnetzagentur unterliege. Er mache sich „Große Sorgen“ um die Stromversorgung, weil bei einer Übernahme der Betrieb mit den entsprechenden Partner erst Wechseldetails geklärt und vertragliche Änderungen abgesprochen werden müssten.

Grüne: Vattenfall untragbar, Nachholbedarf bei PV

Grünen-Politiker Michael Schäfer plädierte dafür, das Projekt der Bürgerenergie Berlin eG ernst zu nehmen. Es kämen dort keine „Aktivisten ans Netz“, für das nötige Know-How sorgten Übernahmen und Partner. Eine Verlängerung für Vattenfall lehne er ab, weil diese sicher durch nicht eingehaltene Versprechungen wie den Ausstieg aus dem Kohlestrom bis 2016 untragbar machten. Er unterstrich, dass durch das Stromnetz eingenommen Gelder für den Ausbau Erneuerbarer Energien genutzt werden sollten. Dabei sei Berlin vor allem in Sachen Photovoltaik noch sehr im Hintertreffen.

Hampel sorgte für einen gelungenen Abschluss der Diskussionsrunde. Ein starkes Energiekonzept mit klarer Strategie müsse her, damit gemeinsame Anstrengungen für die Energiewende unternommen werden könnten. Dies fand bei allen Beteiligten wie auch bei den Gästen breite Unterstützung.

Länderdiskussion um EEG: NRW beklagt Umlage-Kosten

Während die Ministerpräsidenten Bayerns und Hessens, Horst Seehofer und Volker Bouffier, um eine Verfassungsklage gegen den Länderfinanzausgleich bemühen, will NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin die Ökostromförderung in diese Debatte mit einbeziehen.

Bayern bekommt mehr Förderungen, als die Verbraucher Umlage bezahlen

Photovoltaik-Anlage auf einem Privat-Dach iStockphoto.com©Andy-Gehrig

1,2 Milliarden Euro haben Anlagenbetreiber in Bayern im vergangenen Jahr mehr erhalten, als die Stromverbraucher an EEG-Umlage zahlten. Damit liegt Bayern was den Zufluss aller Länder angeht an vorderster Stelle. In Nordrhein-Westfalen (NRW) hingegen zahlten die Stromverbraucher hingegen 1,8 Milliarden Euro mehr an Umlage, als Fördergelder dort ausgegeben wurden. Zu den weiteren Gewinnern zählen neben Bayern Schleswig-Holstein, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Hessen, Baden-Württemberg und Berlin sind nach NRW die größten Zahler.

Garrelt Duin (SPD), Wirtschaftsminister Nordrhein-Westfalens, beklagte gegenüber der Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.), dass „die Handlungsunfähigkeit der Bundesregierung bei der Gestaltung der Energiewende für Nordrhein-Westfalen gravierende Folgen hat“. Mit fast 1,8 Milliarden Euro netto hätten Mieter in NRW 2012 dafür gesorgt, dass vor allem bayerische Hausbesitzer sich eine PV-Anlage auf das Dach stellen können. „Diese Umverteilung von West nach Süd können wir bei der Debatte um den Länderfinanzausgleich nicht einfach ignorieren.“

NRW, das bevölkerungsreichste Bundesland Deutschlands, kämpft schon länger gegen sein Image als Schuldenland. Das letztjährige Defizit betrug 2,9 Milliarden Euro.

Quellen: Spiegel Online, FAZ.net

Dr. Wilhelm Stein: „Stärken in Deutschland liegen im Bereich Innovation“

Dr. Wilhelm Stein ist Geschäftsführer der Stein Engineering & Consulting GmbH. Das Unternehmen ist Teil von PVExperts. Das internationale, interdisziplinäre Netzwerk unterstützt Firmen und Anleger im Bereich der gesamten Photovoltaik-Wertschöpfungskette. Dafür haben sich führende Engineering- und Consultingfirmen zu einem weltweit einzigartigen Know-How-Netzwerk zusammengeschlossen.

Photovoltaik durchläuft verschiedene Stadien, Milk the Sun und PVExperts sind dabeiMilk the Sun: Sehr geehrter Herr Dr. Stein, was erhoffen Sie sich von der Kooperation mit Milk the Sun?

Stein: Die Zusammenarbeit mit Milk the Sun stellt für uns einen wichtigen Meilenstein bei der Entwicklung unseres Down-Stream-Segmentes dar. Dabei unterstützen, planen und realisieren wir als international unabhängig operierende Ingenieurbüros bei Bau, Betrieb und Überwachung von großen Solarparks weltweit. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Bewertung von bestehenden Solarparks und deren  Komponenten. Wir arbeiten beispielsweise aktuell intensiv mit einem großen internationalen Versicherer zusammen, um die Insurability eines namhaften Modulherstellers zu beurteilen. In dieser Hinsicht ergänzen sich die Bereiche von Milk the Sun und PVExperts ideal. Der Zweitanlagenmarkt ist unserer Ansicht nach ein wichtiges Zukunftssegment mit großem Wachstumspotential. Wir sehen hier Milk the Sun als führenden Anbieter einer professionellen Internetplattform und freuen uns sehr über das Zustandekommen der Kooperation.

Milk the Sun: Wie genau funktioniert PVExperts und was ist der Vorteil daran?

Stein: Die PVExperts sind ein einzigartiges Netzwerk von industrieerfahrenen Solarpionieren, die die gesamte Wertschöpfungskette der Photovoltaik abdecken. Insgesamt stehen über 25 Experten mit mehr als 100 Jahren echter PV-Erfahrung in den Einzelfirmen zur Verfügung. Das ist einzigartig in der gesamten Branche. Wir können dem Kunden für jedes beliebige, technische Thema die kompetenten Ansprechpartner und professionelle Lösungen anbieten. Durch die langjährige Branchenerfahrung der Einzelunternehmen profitiert der Kunde automatisch von einem enormen Wissens-, Erfahrungs- und Netzwerkschatz. Dies zahlt sich für den Kunden sehr schnell aus, nicht nur bei Neu-Einsteigern in die Branche, die dadurch ihre Projekte zügiger und mit deutlich geringerem Risiko realisieren können. Auch erfahrene Solarfirmen profitieren von der Erfahrung und dem breiten Fachwissen, das bei den PVExperts vorhanden ist. Neben professioneller Planung und Beratung zählt insbesondere die Realisierung und zügige Umsetzung von Projekten zu unseren Stärken. Wir stehen an der Seite unserer Kunden bis zum erfolgreichen Abschluss seines Projektvorhabens.

Milk the Sun: Anfang der Woche sorgte Peter Altmaier mit einem überraschend Vorstoß  bezüglich des EEG für Diskussionen. Was sagen Sie dazu?

Stein: Ich war sehr überrascht von diesen Äußerungen. Zumal sich sehr schnell gezeigt hat, dass die Vorschläge wenig durchdacht und schlecht abgestimmt sind. Ich bin in dieser Hinsicht etwas enttäuscht von Herrn Altmaier, da ich mir ein wesentlich professionelleres Vorgehen erwartet hätte. Inhaltlich halte ich es für brandgefährlich, den Bestandsschutz im Bereich der Erneuerbaren Energien aufkündigen zu wollen und die Besitzer von PV-Anlagen nachträglich zur Kasse zu bitten. Dadurch geht jegliche Investitionssicherheit verloren und die notwendigen Finanzmittel für die Energiewende werden nicht bereitgestellt werden. Ich bin fest davon überzeugt, dass derartige Abenteuer zum jetzigen Zeitpunkt der falsche Weg sind.

Milk the Sun: Wie sehen sie die Zukunft der Photovoltaik in Deutschland?

Stein: Zunächst einmal denke ich, man sollte neben den aktuellen Problemen auch  mit einem gewissen Stolz auf das Geleistete zurückblicken. Wir haben innerhalb weniger Jahre über 30 GW PV-Leistung in Deutschland installiert und sind heute auf einem früher nicht für möglich gehaltenen Kostenniveau. Dies liegt sicherlich auch an der harten Konkurrenz aus China, die den einheimischen Herstellern zu schaffen macht und bereits zu zahlreichen Insolvenzen geführt hat. Aber man darf nicht vergessen, dass Deutschland bei den Wechselrichtern eine führende Marktstellung hat, ebenso wie beim PV-Maschinenbau mit über 50 Prozent Marktanteil. Schließlich ist Deutschland auch bei der Herstellung des Rohmaterials Polysilizium und bei der Systemintegration nach wie vor in einer starken Position.

Milk the Sun: Welche neuen Anforderungen werden an Photovoltaik-Firmen im Produktionssektor in Zukunft gestellt?

Stein: Ich denke, dass die Stärken in Deutschland im Bereich Innovation liegen. Wir werden auf lange Sicht Schwierigkeiten haben bei einem reinen Massenprodukt, das ein heutiges Solarmodul darstellt, mit der Konkurrenz aus Fernost mithalten zu können. Anders sieht es jedoch im Bereich neuer Produkte und Innovationen aus. Durch unsere starke Forschungslandschaft und das gut ausgebildete Personal in Deutschland, sehe ich hier große Potenziale. Unser Anspruch muss sein, im Bereich Produktqualität und –performance der asiatischen Konkurrenz mindestens 1-3 Jahre voraus zu sein. Das wurde leider in den vergangenen Jahren verschlafen und neue, bessere und effizientere Technologien wurden zu langsam und zu zaghaft in den Markt eingeführt. Wenn wir bei der Umsetzung neuer Innovationen in verkaufsfähige Produkte schneller werden, dann brauchen wir uns um den Standort trotz harter Konkurrenz wenig Sorgen machen.

Milk the Sun: Was erwarten Sie von politischer Seite in Deutschland bezüglich der Energiewende und Photovoltaik?

Stein: Was ich mir erwarte und was ich mir erhoffe sind grundsätzlich zwei Paar Stiefel. Es ist mittlerweile klar, dass die Energiewende generell und insbesondere die Photovoltaik von einer sehr breiten Bevölkerungsmehrheit getragen wird, aber ich sehe, dass die Umsetzung in der Politik noch sehr zögerlich vor sich geht. Das schadet aber dem Gesamtprojekt, das für Deutschland im Ausland einen Leuchtturmcharakter einnimmt. Sollten wir bei der Energiewende scheitern, so stellen wir den exzellenten Ruf der deutschen Ingenieurskunst in der Welt aufs Spiel, der über Jahrzehnte aufgebaut wurde. Dies hätte weitreichende Folgen weit über die Energiebranche hinaus. Ich kann nur hoffen, daß alle Beteiligten insbesondere in der Politik sich dessen bewusst sind.

Milk the Sun: Und international?

Stein: Das Wachstum in der Photovoltaik wird zukünftig immer stärker international stattfinden. Dabei hat die PV mittlerweile ein Kostenniveau erreicht, das sie bereits in vielen Regionen der Welt zur wirtschaftlich günstigsten Energieerzeugungsart macht. Dieser Trend wird sich mit steigender Massenfertigung und technologischer Weiterentwicklung immer mehr verstärken. Der einzige Nachteil der Photovoltaik liegt dann noch in der starken saisonalen und tageszeitlichen Schwankung. Gelingt es hier technisch und ökonomisch funktionierende Lösungen zu finden, dürfte der weitere Siegeszug der Solarenergie schwer zu stoppen sein.

 

Wir bedanken uns bei Dr. Wilhelm Stein für das Interview

Solarenergie in Lateinamerika: Chile auf dem Vormarsch

Lateinamerika und die Karibik gehören zu den großen Schlüsselregionen für das weitere Wachstum Erneuerbarer Energien. Im vergangenen Jahr wurden in dieser Gegend Solaranlagen mit einer Leistung von insgesamt über 100 MW installiert. Für dieses Jahr liegen die Prognosen bei mehr als 450 MW. Eine Projektpipeline mit einer Gesamtkapazität von über 8 GW allein durch Großkraftwerke wurde im letzten Jahr angekündigt, mehr als 6 GW davon in Chile. Laut GTM Research dürfte bis 2017 der jährliche Zuwachs auf über 5,7 GW steigen.

Milk the Sun berichtet über den Photovoltaik-Markt in Lateinamerika

In Lateinamerika immer beliebter: Photovoltaik erobert die südamerikanischen Märkte. iStockphoto.com©Fernando Alonso Herrero

Trotz der hohen Anzahl an angekündigten Projekten sind in Lateinamerika bisher aber nur wenige ans Netz angeschlossene Photovoltaik-Anlagen errichtet worden. Die Industrie bedient sich in diesen Bereichen bisher vor allem über den Off-Grid-Markt. Entwickler und Hersteller gleichermaßen sehen das als Gelegenheit an, sich als Pionier in diesen Wachstums-versprechenden Märkten zu etablieren. Die wenigen ansässigen Solarfirmen könnten also in Zukunft Konkurrenz bekommen durch etablierte Unternehmen aus dem Energiesektor, die sich vermehrt Photovoltaik-Markt konzentrieren. Die Erfahrung bisheriger ausländischer Marktteilnehmer zeigt, dass auf dem lateinamerikanischen Markt lokale Kenntnis oft eine größere Rolle spielt als die Erfahrung mit Solaranlagen im Allgemeinen.

Quelle: greentechmedia.com

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