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Neue EEG-Vergütungssätze im Überblick

Reichstagsgebäude mit KuppelDer Kompromiss über die EEG-Novelle, der am 27. Juni vom Vermittlungsausschuss getroffen und spätestens am 6. Juli in Kraft tritt, enthält wenige, jedoch interessante Änderungen im Vergleich zu den bereits beschlossenen Vergütungssätzen. Eine Besonderheit ist durch das unerwartete Hinzufügen einer neuen Vergütungskategorie für Anlagen mit einer Anschlussleistung zwischen 10 und 40 Kilowatt (KW) entstanden. Der Vergütungssatz liegt in dieser Kategorie um zwei Cent höher als für Anlagen ab 40 Kilowatt. Mittelgroße Anlagen erhalten damit höhere Zuschüsse als vom Bundestag ursprünglich festgelegt.

Neue EEG Vergütungssätze für Dach- und Freiflächenanlagen ab 1. April 2012

Dieses Anlagensegment macht etwa ein Viertel des Marktes aus. Die Betreiber solcher Anlagen erhalten 18,5 Cent pro Kilowattstunde für 90 Prozent des erzeugten Stroms. Experten rechnen für dieses Jahr mit einem ähnlich hohen Anteil. Diese Entscheidung bietet viele Interpretationsmöglichkeiten. Zum einen drückt es ein Marktanreizprogramm für Investition und Forschung in die Speichertechnologie aus, bevor ein weiterer Zubau gefördert wird und langfristig könne man diese Entscheidung auch als Abwendung von Photovoltaikanlagen als Renditeobjekt hin zu Photovoltaik als Systemlösungen zur eigenen Energieversorgung interpretieren.

Gleich bleibt, dass die Neuerungen rückwirkend zum 1. April gelten. Zudem ist nur noch eine bestimmte Strommenge pro Jahr vergütungsfähig. Selbst verbrauchter Strom wird nicht mehr vergütet. Die Sätze selbst verringern sich ab sofort monatlich. Bis Ende Juni bzw. September 2012 gilt jedoch noch eine Übergangsfrist für die alte Einspeisevergütung. Nur geringfügige Änderungen sieht der Kompromiss bei Solarparks vor: Für die Zusammenfassung mehrerer Freiflächenanlagen zu einer Gesamtanlage gilt künftig ein Umkreis von 2 km statt bisher 4 km. Die Begrenzung auf 10 MW für Freiflächenanlagen bleibt dagegen erhalten. Die Vergütungssätze vom 01.01.2012 (siehe unten) gelten noch für Dachanlagen, deren Netzanschlussbegehren (gemäß § 5 EEG) vor dem 24. Februar 2012 gestellt wurden und die bis zum 30. Juni 2012 in Betrieb genommen werden. Ebenso für Freiflächenanlagen deren Beschluss über die Aufstellung oder Änderung eines Bebauungsplanes vor dem 1.März getroffen wurde und die bis 30. Juni fertiggestellt wird. Für Freiflächenanlagen auf Konversionsflächen gilt dies abweichend bis 30. September (hier gilt dann bei Inbetriebnahme nach dem 30.6.2012 und vor dem 1.10.2012 abweichend ein Vergütungssatz von 15,95 ct/kWh).

Neue EEG Vergütungssätze für Anlagen an oder auf Gebäuden (Dach, Fassade) und Freiflächen

Für das kommende Jahr können auf Basis der Daten der aktuellen Novelle folgende Einspeisetarife erwartet werden:

Neue EEG Vergütungssätze für Dach- und Freiflächen ab 1.1.2013

Quelle: BSW – Bundesverband Solarwirtschaft e.V.

Milk the Sun startet Kooperation mit SecondSol

Milk the SunMilk the Sun gibt einen weiteren Kooperationspartner für das neue Photovoltaik Serviceportal bekannt. SecondSol ist die PV-Zweitmarkt Plattform für Module, Wechselrichter und Co. und ermöglicht die langfristige Versorgung von Photovoltaik Anlagen. Mit dieser Kooperation bietet der europäische Online-Marktplatz für PV-Projektrechte und Bestandsanlagen seinen Kunden einen Weg Photovoltaikprojekte langfristig kostensparend zu betreuen. Auf dem unabhängigen Marktplatz eröffnete im Juni 2012 das Serviceportal der Online-Handelsplattform Milk the Sun, auf der europaweit Frei- und Dachflächen, PV-Projekte sowie Bestandsanlagen direkt zwischen Anbietern und Investoren gehandelt werden. Über das Milk the Sun Serviceportal werden europaweit Dienstleistungen von erfahrenen PV-Servicepartnern vermittelt. SecondSol ist als PV-Zweitmarkt Plattform kürzlich hinzugetreten und versinnbildlicht in seinem Geschäftskonzept die Vision von Transparenz und Konsolidierung im PV-Markt. „Mit SecondSol haben wir einen innovativen und erfolgreichen Partner hinzugewonnen, der das Angebot von Milk the Sun inhaltlich um einen wichtigen Punkt erweitert“, begrüßt Felix Krause, CEO von Milk the Sun die neue Zusammenarbeit. „Die unübersichtliche Masse aus Anbietern und Abnehmern von PV-Ersatzteilen direkt zusammenzubringen hat der Branche bislang gefehlt. Auch der pan-europäische Ansatz entspricht dem Leitbild von Milk the Sun.“ Geschäftsführer von SecondSol, Herr Frank Fiedler fügt hinzu, dass Kooperationen zwischen Unternehmen, welche Transparenz im PV-Markt schaffen, dringend notwendig seien. „Milk the Sun und SecondSol möchte den Begriff der Nachhaltigkeit so wieder zu seiner ursprünglichen Bedeutung verhelfen. Wir möchten Menschen zusammen bringen und Probleme lösen, welche bis dato in der PV-Branche weitestgehend unterschätzt wurden.“ Nur so könne der Photovoltaikmarkt Europas nachträglich konsolidiert und der zukünftig zu erwartende Boom voll ausgeschöpft werden.

 

Milk the Sun GmbH ist der europäische PV-Marktplatz, der Flächen- und Anlagenbesitzer, Projektentwickler und Investoren direkt über seine Online-Plattform zusammenbringt und damit Transaktionskosten senkt. Über sein Serviceportal vermittelt Milk the Sun in Zusammenarbeit mit Partnern Dienstleistungen für den gesamten Lebenszyklus einer PV-Anlage.

SecondSol GmbHbetreibt die führende PV-Zweitmarktplattform und hat das Ziel die Versorgung von Photovoltaikanlagen mit Komponenten über die gesamte Laufzeit, über 20 Jahre hinaus, zu gewährleisten. SecondSol bündelt Angebot & Nachfrage und macht so die Masse an Produkten transparent und sichtbar. Versicherungen, Distributoren, Hersteller, Organisationen, LDCs und private Kunden handeln auf SecondSol neue, gebrauchte und reparierte Photovoltaikmodule, Wechselrichter, Stecker, Kabel und Co.

EEG-Konsens in Sicht – Vermittlungsausschuss tagt heute

Foto Reichstagskuppel - Vermittlungausschuss EEG-NovelleNach Medienberichten entscheidet die Arbeitsgruppe des Vermittlungsausschusses, besetzt mit Fachpolitikern aus den Bundestagsfraktionen sowie Vertretern aus Landes- und Bundesregierung über einen Kompromiss der die künftige Förderung von Solarstromanlagen betrifft. Damit könnte der Brennpunkt EEG-Novelle endlich zu einem verträglichen Ende gebracht werden. Bereits gestern hatte sich die Expertengruppe in den meisten Punkten dem Konsens genähert und wird seiner endgültigen Entscheidung, nach einer letzten Verhandlungsrunde im Vermittlungsausschuss heute noch vom Bundestag und Bundesrat zustimmen lassen. Ziel ist es die Änderungen, die nach wie vor rückwirkend zum 1. April in Kraft treten, noch vor der Sommerpause gesetzlich zu konsolidieren. Laut Medieninformationen, soll die Kürzung milder ausfallen als ursprünglich vorgesehen. Damit sind die Hauptkritikpunkte an der ursprünglichen EEG-Novelle anscheinend gehört worden. Es sollte einfach zu schnell zu viel gestrichen werden. Die bisher geplanten Neuerungen hätte dem wirtschaftlichen Hoffnungsträger der Zukunft Erneuerbare Energie  jeden Vorsprung geraubt und die mögliche Entwicklung eines freien PV-Marktes von vorn herein verhindert.

www.unendlich-viel-energie.de: Verteilung der Erneuerbaren Energien innerhalb der EU 2010  Die Details der Beschlüsse lassen sich bisher nur vermuten. So soll die Erhaltung des mittleren Anlagensegments bei Dachanlagen durch Einführung einer Vergütungsklasse 10 bis 40 kWp mit 18,5 ct/kWh (ab 1. April) gewährleistet werden. Zusätzlich gibt es wahrscheinlich Einigung darüber, dass auf eine Absenkung des Zubaukorridors ab 2014 verzichtet werden soll. Es ist auch im Gespräch die Förderung bei Erreichen einer installierten Gesamtleistung in Deutschland von 52 Gigawatt auslaufen zu lassen. Dabei soll gleichzeitig der Netz- und Marktzugang für den Solarstrom gesichert bleiben.

Für Photovoltaikparks sollen die Kürzungen ebenfalls abgemildert werden. Der Abstand zwischen Freiflächenanlagen mit 10 MW Anlagenbegrenzung beträgt nun zwei Kilometer und nicht, wie ursprünglich geplant vier Kilometer. Die ursprüngliche Regelung hätte massive Rentabilitätseinbußen für alle innerhalb der letzten 24 Monate errichteten Parks bedeutet. Sie alle fielen in die Kategorie. Auch die 10 MW-Grenze an sich ist nach wie vor in der Diskussion.

Uneinigkeit hingegen herrscht nach wie vor bei der Eingrenzung des Marktintegrationsmodells und der damit verbundenen Beschränkung der vergütungsfähigen Solarstromerzeugung auf 80 Prozent (Anlagen bis 10 kWp) bzw. 90 Prozent (Anlagen zwischen 10 und 1.000 kWp). Eine mögliche Alternative wäre es hier eine Bagatellgrenze für Kleinanlagen bis 10 kWp einzuführen. Nicht zuletzt ist auch die Förderung von dezentralen Energiespeichern im Gespräch. Neben der Speicherförderung besteht in den Verhandlungskreisen auch der Wille, die bereits in den vergangenen Jahren begonnenen Anstrengungen zur Forschungsunterstützung im Bereich der Photovoltaik weiter zu intensivieren.

Quelle: BSW Bundesverband Solarwirtschaft e.V.

Kooperationspartner SecondSol stellt sich vor

Frank Fiedler Geschäftsführer von SecondSol Milk the Sun und SecondSol werden in Zukunft gemeinsam kooperieren und sich gegenseitig unterstützen, den PV-Markt effizienter und transparenter zu gestalten. Wir haben Frank Fiedler, Geschäftsführer von SecondSol gefragt, was er von der Kooperation erwartet und welche Ziele er verfolgt.

 

SecondSol ist ein Online-Zweitmarkt für Module, Wechselrichter und Co. im Bereich Photovoltaik. Beschreiben Sie bitte kurz, was Sie konkret tun. „Wir produzieren Solarmodule in Asien mit Kernenergie, transportieren sie mit Schweröl nach Deutschland und entsorgen diese hier, weil sie nicht unseren Qualitätsansprüchen genügen!” Aus diesem Grund wurde SecondSol 2010 projektiert und 2011 speziell für die Solarbranche ins Leben gerufen. Das Ziel der Handelsplattform ist es, die Versorgung von Photovoltaikanlagen mit Komponenten über die gesamte Laufzeit von mehr als 20 Jahren zu gewährleisten. Die Entstehung des Solarmarktplatzes geht auf den Bedarf von Versicherungen zurück, welche (ebenso wie private und gewerbliche Betreiber von PV-Anlagen) über eine schlechte Ersatzteillage nach Schäden und PV-Diebstahl berichteten. Auf Verkäuferseite stehen zusätzlich verschiedene Distributoren und Hersteller, welche einen Vertriebskanal für Restposten und B-Ware benötigen. SecondSol bündelt Angebot & Nachfrage und macht so die Masse an Produkte (z.B. für Organisationen, welche Hilfsprojekte mit kostengünstigen Solarmodulen realisieren wollen) transparent und sichtbar. Die Handelsplattform beinhaltet zusätzlich ein Logistik- und Lagersystem, sowie eine intelligente Software. Partner sind PV-Versicherer Versicherungen, Distributoren, Hersteller, Organisationen, LDCs und private Kunden.

 

Wie funktioniert Ihr Online-Zweitmarkt Second Sol genau? SecondSol ist eine reine Handelsplattform, wo Käufer und Verkäufer untereinander handeln können. Die User können sich kostenlos anmelden und kostenfrei kaufen. Eine Verkaufsprovision wird erst nach erfolgreichem Verkauf fällig. Größere Kunden können auch unsere Verkaufsagentur nutzen. Hier stellt dann ein Support Mitarbeiter über eine Schnittstelle die Produkte ein. Dazu kommen einige Service Applikationen wie zum Beispiel ein Logistik Tool oder der Supportbereich, wo Interessenten über eine Festnetz-Hotline immer einen Support Mitarbeiter erreichen können. Ein PV Dienstleistungsverzeichnis und ein News-Bereich runden das Angebot ab.

 

Von wem wird Ihr Angebot am meisten genutzt? Unsere User kommen aus der ganzen Welt. Vor ein paar Wochen hatten wir die ersten Kunden aus Südafrika. Unsere Kunden sind Versicherungen, Distributoren, Hersteller, Organisationen und private Kunden weltweit.

 

Was erwarten Sie von der Zusammenarbeit mit Milk the Sun? Ich glaube, dass wir dasselbe Ziel haben. Milk the Sun und SecondSol möchte den Begriff der Nachhaltigkeit wieder zu seiner ursprünglichen Bedeutung verhelfen. Wir möchten Menschen zusammen bringen und Probleme lösen, welche bis dato in der PV Branche weitestgehend unterschätzt wurden. Durch diese Ausrichtung können beide Firmen extrem voneinander profitieren. Die beiden innovativen und motivierten Teams arbeiten perfekt zusammen und werden zukünftig dafür sorgen, dass sich beide Unternehmen im internationalen Markt etablieren werden. Eine Besonderheit hebt aber beide Geschäftsmodelle hervor: Bei beiden Modellen handelt es sich um einen Markt, welcher in ein paar Jahren erst richtig zum Laufen kommen wird und das macht den Charme an Milk the Sun und SecondSol – The Panel Scout – aus.

 

Wagen Sie einen generellen Ausblick für die Solarbranche? Wie beurteilen Sie die aktuelle Situation und welche Möglichkeiten haben deutsche Firmen, um auch künftig in diesem Segment erfolgreich mitzumischen? Ich hoffe es! Es wäre Wahnsinn, wenn durch einige Politiker die deutsche Technologieführung im PV Bereich vernichtet wird. Eine Reduzierung der Einspeisung macht sicher Sinn, aber im vertretbaren und vor allem belastbaren Rahmen. Natürlich müssen auch die deutschen Hersteller die innerbetrieblichen Strukturen anpassen, hier hat man durch den Boom der letzten Jahre etwas die Notwendigkeit der Konsolidierung verpasst. Grundsätzlich ist aber zu sagen, dass die PV Technologie die Zukunft sein wird, da die Sonne immer scheint und so viel Energie am Tag abwirft, dass wir die Erde ein ganzes Jahr mit Strom versorgen könnten.Der PV-Zweitmarkt SecondSol_LogoSecondSol hat innerhalb eines Jahres seine Nutzerzahl verzehnfacht. Sie erweitern und haben vor kurzem ein PV-Gesuche-Tool hinzugefügt. Sind Sie zufrieden? Wo sehen Sie sich im Juli 2013? Zufriedenheit bedeutet Stillstand… nein, Spaß beiseite. Wir wurden etwas von dem Ansturm überrascht und haben unser System den Anforderungen anpassen müssen. Eine Achillesferse ist immer die Software, welche zwar sehr hochwertig, dafür aber auch sehr komplex ist. Ich habe mir mittlerweile abgewöhnt, Termine für die Fertigstellung von Applikationen vorher zu zagen. Unser neues Gesuche Tool allerdings trifft genau die Probleme der PV Branche. Wir erhalten täglich Anfragen von Betreibern oder Versicherungen, welche nach Schäden dringend einzelne ältere Ersatzmodule suchen. Diese Gesuche können die Interessenten kostenfrei einstellen. Sobald das Gesuch aktiviert ist, geht diese Anfrage an alle SecondSol User raus, welche sich dafür angemeldet haben. Somit können sie sofort ein Angebot abgeben, wenn sie diese Module auf Lager oder im Keller haben. Wo wir uns im Juli 2013 sehen?  Unser Ziel ist es, der führende PV Zweitmarkt weltweit zu werden. Die Ziele sind sicher ambitioniert, allerdings haben wir heute schon so vielen internationalen Zuspruch, dass wir es schaffen können. Die Voraussetzungen dazu sind vorhanden.

 

Milk the Sun bedankt sich sehr für dieses aufschlussreiche Gespräch und freut sich über die vielversprechende Zusammenarbeit mit SecondSol.

 

RIO+20 – The future we want? Oder eher The present we have.

Rio+20_LogoVom 20. bis 22. Juni findet die United Conference on Sustainable Development, bekannt als Rio+20, statt. Namensgeber der internationalen Klimakonferenz ist die pulsierendste Stadt Brasiliens, Rio de Janeiro, die zugleich Schauplatz der Konferenz ist. Diese wurde gestern Abend vom Schirmherren und UN Generalsekretär Ban Ki-Moon eröffnet, der zugleich eine klare Richtung für das Gipfeltreffen fordert. Das Ziel ist es, sich auf feste Richtlinien zu einigen und diese konsequent umzusetzen. Der Wunsch der vielen tausend Teilnehmenden, politisch Verantwortlichen, NGOs und Interessengruppen ist es an das historische Gipfeltreffen in Rio 1992 anzuknüpfen. Hier wurden die Weichen für ein umweltpolitisches Umdenken gestellt, festgehalten im Kyotoprotokoll und auch in der Aganda 21. Die Welt versprach besser zu werden. Zwanzig Jahre später gibt es wenige Ergebnisse und keine Verbindlichkeiten. Ein 22 Mitglieder umfassendes Gremium um Generalsekretär Ban Ki-Moon hatte es seit August 2010 zur Aufgabe die neue Richtung für nachhaltige Entwicklung und Wege zur CO2 Einsparung vorzugeben. Den stellvertretenden Vorsitz bildeten die ehemalige finnische Präsidentin Tarja Halonen und der Südafrikanische Präsident Jacob Zuma. Sie erarbeiteten 56 Empfehlungen, die bereits im Januar in Addis Abeba vorgestellt wurden. Rio+20 hat im Gegensatz zu vergangenen Umwelt Gipfeltreffen schon vor Beginn der Tagung seinen Ausgang formuliert. Vieles bleibt damit von vorn herein auf der Strecke, so zum Beispiel ein Schutzprogramm der brasilianischen Regenwälder. Die Bekämpfung der Armut stehe in Rio absolut an erster Stelle. Aktivisten und Demonstrierende tragen wie üblich Ihre Standpunkte vor verschlossenen Türen vor. Unweit vom Tagungsort sind die Straßen plakat-bunt und musikgefüllt. Es sind Banner, Aktive und laute Stimmen, die für Ihre Sache mobilisieren. Die Abschlusserklärung sieht vor das United Nations Environment Programme (UNEP) weiter auszubauen und verbindliche sog. Sustainable Developement Goals zu erreichen. Ein ehrgeiziges und sinnvolles Ziel der Konferenz besteht darin Ländern, die energetisch unterversorgt sind direkt regenerativen Lösungswegen vorzustellen ohne Zwischenstopp bei fossilen Ressourcen. Ob diese nach dem Start, der keiner war, von jedem einzelnen Land weit weit weg von Brasilien umgesetzt werden bleibt zu bezweifeln.

Wie üblich ist die Stimmung zum Umweltgipfel voller Tatendrang und emanzipatorischem Bewusstsein, Veränderungen werden jedoch nicht erwartet. Die vorab vereinbarte Abschlusserklärung lastet schwer auf der Authentizität des Abschlusstreffens. Es ist ein berechtigter Einwand, dass Rio+20 wie Brasiliens zweiter Karneval zelebriert wird und mit lockerer und bunter Stimmung droht nicht mehr als eine Parodie auf die Ernsthaftigkeit des internationalen Umweltschutzes zu werden. Einige Projekte sind dem Programm „

Quellen: United Nations.org, United Nations Rio +20, United Nations Blog

Hat die Solarbranche Zukunft? Lohnt sich eine private PV Anlage? Antworten im Interview mit Felix Krause.

Felix Krause CEO Milk the SunIm Interview mit umwelthauptstadt.de bietet Felix Krause, CEO von Milk the Sun einen Blick hinter die Kulissen und gibt seine Einschätzung zur Zukunft der PV-Branche. Warum diese in seinen Augen sonnig aussieht, lesen Sie hier:

 

Milk the Sun hat bereits mehrere Preise gewonnen – wie entstand die Idee dazu und wie grenzen Sie sich ab gegenüber anderen Photovoltaik-Portalen  Zusammen mit Dirk Petschick hatten wir 2009 einen Projektentwickler und -manager für Photovoltaikanlagen in Deutschland und UK gegründet. Dabei stellten wir allerdings täglich fest, dass für den Kauf, Verkauf und Bau von Photovoltaik-Anlagen in Europa lange Maklerketten erforderlich sind, die mit hohen Transaktionskosten für die Marktteilnehmer verbunden sind. Genau wie die fehlende Transparenz gibt es in diesem Markt kaum online Vergleichsmöglichkeiten für Versicherungen, Maintenance Verträge noch rechtliche Due Diligences, so wie es heute in den meisten anderen Branchen längst üblich ist. An diesem Punkt setzt unsere Idee und unser Verständnis an und unterscheidet sich somit teilweise gravierend von anderen Ansätzen. Dafür wurde Milk the Sun bei verschiedenen Wettbewerben ausgezeichnet.

 

Die Solarbranche ist insbesondere durch die Subventionskürzungen stark unter Druck geraten. Lohnt sich das Verpachten von (privaten) Dachflächen eigentlich noch? Es ist ganz deutlich zu spüren, dass die PV-Branche ungeachtet der politischen Tendenzen ein starkes Wachstum verzeichnet. Denn Solaranlagen rentieren sich nach wie vor. Deutschland ist einer der aktivsten Standorte für Photovoltaik weltweit, das heißt gute Technik und zuverlässige Wartung sind vor Ort. Die Entstehungskosten für Solaranlagen sinken und drücken so die Anschaffungskosten. Daher lohnt sich die Verpachtung von Dachflächen trotz der Kürzungen noch immer und wird es auch in Zukunft auch weiterhin tun.

 

Können Sie eine ungefähre Zahl nennen, was ein privater Hausbesitzer mit einer durchschnittlichen Dachfläche im Jahr verdienen kann, wenn er diese verpachtet oder einen Teil der erzeugten Energie ins Netz einspeist? Das ist natürlich von der Lage, der tatsächlichen Größe des Daches und von seiner Ausrichtung abhängig. Aber nehmen wir einmal an, dass ein Einfamilienhaus im südlichen Deutschland gelegen eine Dachausrichtung nach Süden mit ungefähr 100 Quadratmetern Dachfläche hat. Die Anschaffungskosten für eine Anlage dieser Größe beliefen sich auf grob geschätzt 15.000 Euro exklusive Nebenkosten. Diese Anlage produziert 10.000 kWh pro Jahr. Bei einer Einspeisevergütung von aktuell 24,4 ct/kWh. (Stand Mai 2012) wäre die Anlage nach etwas mehr als sechs Jahren abbezahlt und würde, auf die Laufzeit von 20 Jahren gerechnet, Strom im Wert von 48.000 Euro produzieren. Es entsteht eine Rendite von 33.000 Euro. Auch unter der Voraussetzung, dass die Einspeisevergütung auf 18 ct/kWh reduziert wird, liegt die Rendite bei 19.000 Euro. Zusammengefasst – eine Anlage ist langfristig immer lohnend, mit Festpreisgarantie noch ein ganzes Stück mehr. Die Erwartung zukünftiger Strompreissteigerungen macht die Investition in eine PV-Anlage langfristig interessant. Zukünftig werden auch Direktvermarktungskonzepte attraktiver werden. Die Pacht für ein Dach liegt zwischen vier und acht Prozent des Gewinns der Anlage. Zu verpachten kann sich gerade bei großen Flächen lohnen. Für Besitzer von Einfamilienhäusern ist die Investition in eine eigene Anlage meistens lohnender als die Verpachtung.

 

Wagen Sie einen generellen Ausblick für die Solarbranche? Wie beurteilen Sie die aktuelle Situation und welche Möglichkeiten haben deutsche Firmen, um auch künftig in diesem Segment erfolgreich mitzumischen? Atomkraftwerke werden abgeschaltet und die Erneuerbaren Energien müssen die Lücken füllen. Die Solarbranche als lukratives Geschäftsfeld wird kontinuierlich weiter ausgebaut. Laut einer aktuellen Studie von der European Photovoltaic Industry Association wird unter günstigen politischen Bedingungen weltweit ein Wachstum von 500 Prozent bis 2020 in der PV-Branche prognostiziert. Etliche klimatisch optimale Standorte sind wenig oder gar nicht erschlossen und Photovoltaik ist neben Wind- und Wasserenergie ein technisch etabliertes Standbein grüner Energiegewinnung. Den Marktvorteil, den Deutschland und Italien als Vorreiter der Photovoltaik heute haben, gilt es zu festigen. Denn die Photovoltaikbranche ist ökologische und ökonomische Zukunft. Professionell Unternehmen werden sich in der Konsolidierungsphase durchsetzten und weiterhin erfolgreich sein. Dem müssen wir uns stellen und mit kreativen Lösungen neue Wege gehen.

 

Das vollständige Interview findet sich auf umwelthauptstadt.de

 

Intersolar 2012 – Eindrücke und Höhepunkte

Intersolarfakten: 871 Aussteller kommen in diesem Jahr aus Deutschland. Danach folgen China mit 388, Italien mit 78, Spanien mit 48 sowie Taiwan und Österreich mit jeweils 46 Unternehmen.Am 13.6.2012 um 09:00 Uhr öffneten sich erneut die Tore für die weltweit größte Fachmesse der Solarwirtschaft auf dem Gelände der Messe München. Intersolar Europe Eröffnung_OpeningInsgesamt 1.909 Aussteller aus 49 Ländern präsentieren bis zum 15. Juni ihre Produkte, Lösungen und Dienstleistungen in den Bereichen „Photovoltaik“ (PV), „Solarthermie“ und „PV Produktionstechnik“ auf der Intersolar Europe. Auf 170.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche in 15 Messehallen und auf dem Freigelände werden dazu in diesem Jahr rund 80.000 Besucher erwartet. Begleitend findet vom 11. bis zum 14. Juni 2012 die Intersolar Europe Conference mit rund 400 Referenten statt. Die Veranstalter rechnen mit rund 2.500 Teilnehmern auf der Konferenz und ihres Side-Events. Im Mittelpunkt von Konferenz und Messe stehen in diesem Jahr neben den neuesten Technologien vor allem die Zukunftsfragen der Branche, die in Veranstaltungen, Diskussionen und Sonderschauen auf internationaler Ebene beleuchtet und diskutiert werden. Dazu gehören unter anderem die Themen Stromspeicherung, Netzintegration und Heizen mit Solarstrom. Darüber hinaus steht die unterschiedliche Entwicklung der internationalen Märkte im Zentrum der Aufmerksamkeit. Auch hier setzen die Veranstalter auf den Dialog mit den Vertretern von Politik und Industrie aus den jeweiligen Ländern und schaffen Plattformen für den internationalen Austausch.

Neue Märkte für die Photovoltaik

Die Preise für Photovoltaik-Module und -Anlagen sind seit 2006 um mehr als 65 Prozent gesunken. Neben dem Kostendruck, der sich dadurch für die Industrie ergibt, eröffnen sich durch die gesunkenen Preise aber auch neue Märkte und Anwendungen für die Unternehmen. Daran knüpft Milk the Sun an und hat deshalb passend zu den Zukunftsfragen der Intersolar sein Dienstleistungsportal online gebracht. Die Zukunft der PV muss innovativ und transparent laufen. Zahlreiche nationale und internationale Aussteller präsentieren Produkte und Dienstleistungen von den aktuellsten Systemlösungen über Montagesysteme und Wechselrichter bis hin zur Überwachungstechnik und den neuesten Modulen. Mit diesen kommt Milk the Sun auf der Intersolar in Kontakt und versucht das bestmögliche Servicepaket für die User zu gestalten. Milk the Sun ist auf der Intersolar-Europe Messe in Halle B2 Stand 170D.

Intersolar AWARD

Intersolar AWARD 2012Der Intersolar Award wurde hat nun zum fünften Mal die Gewinner in den Kategorien “Photovoltaik” und “Solarthermie” sowie der Kategorie “PV Produktionstechnik” gekürt. Der internationale Preis der Solarwirtschaft würdigt Unternehmen, Produkte und Dienstleistungen aus allen Bereichen. Insgesamt waren damit 3.500 Solarunternehmen teilnahmeberechtigt.

Gewinner Photovoltaik

Die MBJ Services GmbH, Hamburg, hat das “Mobile PV Testcenter” zur Prüfung der Leistungsfähigkeit von PV-Modulen entwickelt. Die Lösung kombiniert erstmals verschiedene Messmethoden für Solarmodule, wie die Aufnahme der Strom- und Spannungskennlinie, Elektrolumineszenz- und Infrarotaufnahmen. Überzeugt hatte die Jury die hohe Testgeschwindigkeit des Geräts und seine flexible Anwendbarkeit vor Ort: Das für den harten Feldeinsatz konzipierte Testcenter hat nur einen geringen Energiebedarf und kann bis zu 18 Solarmodule in der Stunde testen.

Die Firma SolarEdge Technologies GmbH, Grasbrunn, hat ihren Leistungsoptimierer für Solarmodule weiterentwickelt. Der “3rd Generation Power Optimizer” maximiert den Energieertrag jedes einzelnen Moduls, indem er das Verhältnis von Spannung und Leistung auf das jeweils aktuelle Optimum regelt (MPPT/Maximum Power Point Tracking) und ist erstmals mit allen marktgängigen Wechselrichtern kompatibel. Dank der innovativen Technologie “IndOP” benötigt der Leistungsoptimierer bei der Arbeit mit Wechselrichtern anderer Hersteller keine zusätzliche Schnittstelle mehr. Überzeugt hatten die Jury zudem der gesteigerte Wirkungsgrad des Optimierers und der geringe Leistungsverlust bei der Anwendung in älteren PV-Anlagen.

Die Firma Solon Corporation, Tucson/USA, ist ein international tätiger Hersteller von Solarmodulen, der sich auf schlüsselfertige Lösungen spezialisiert hat. Bei ihrem Flachdach-Montagesystem “SOLON SOLquick” verwendet Solon rahmenlose Module. Das materialsparende Verfahren ermöglicht es, die Module gut geschützt zu transportieren und zu installieren. Die Halterung ist bereits ab Werk in das Solarmodul integriert. Die Module eignen sich für die Montage auf verschiedenen Dacharten — selbststabilisierend, mit Ballast oder mit Durchdringung der Dachhaut und erfordern keine Erdung, da kein Metall verwendet wird.

Quelle und Bildrechte: www.intersolar.de

Pünktlich zum Start der Intersolar geht das Milk the Sun Serviceportal online

Logo Milk the Sun - Der europäische Marktplatz für PhotovoltaikMilk the Sun präsentiert pünktlich zur Intersolar sein neues Serviceportal, auf dem Dienstleistungen über den gesamten Lebenszyklus von Photovoltaikanlagen angeboten werden. Damit bietet der europäische Online-Marktplatz für PV-Projektrechte und Bestandsanlagen seinen Kunden ein effizientes Tool zur Suche nach Dienstleistern für Photovoltaikanlagen. Die Online-Handelsplattform Milk the Sun, auf der europaweit Frei- und Dachflächen, PV-Projekte sowie Bestandsanlagen direkt zwischen Anbietern und Investoren gehandelt werden, vermittelt als unabhängiger Marktplatzanbieter nun auch europaweit Dienstleistungen von erfahrenen PV‑Servicepartnern. Dafür konnten bereits renommierte Unternehmen gewonnen werden, die Bereiche wie Versicherung, Ertragsoptimierung, kaufmännische und technische Betriebsführung oder  Finanzierung abdecken. „Wir werden unser Serviceportal sukzessive ausbauen und das Leistungsspektrum um ausgewählte Kooperationspartner erweitern“ lädt Philipp von Seherr-Thoss, COO von Milk the Sun, weitere Dienstleister ein, gemeinsam von einer Kooperation zu profitieren. „Ziel von Milk the Sun ist es, seinen Kunden als unabhängiges One-Stop-Portal eine wachsende Dienstleistungspalette in ganz Europa zu einem optimalen Preis-Leistungsverhältnis zu vermitteln und damit zur Renditesteigerung beizutragen.“ Pünktlich zum Messeauftritt auf der Intersolar 2012 (Halle B2, Stand 170D) hat Milk the Sun die Deutsche Energie Service GmbH (DES) als weiteren zuverlässigen Partner für ein breites Portfolio an kaufmännischen und technischen PV-Dienstleistungen gewinnen können. „Auf der Suche nach einem Kooperationspartner für unsere innovativen Services, haben wir den Markt gründlich sondiert. Mit Milk the Sun haben wir einen Partner gefunden, der unseren unabhängigen Dienstleistungsansatz teilt“, so Sebastian Lithander, DES. 

Milk the Sun GmbH ist der europäische PV-Marktplatz, der Flächen- und Anlagenbesitzer, Projektentwickler und Investoren direkt über seine Online-Plattform zusammenbringt und damit Transaktionskosten senkt. Über sein Serviceportal vermittelt Milk the Sun in Zusammenarbeit mit Partnern Dienstleistungen für den gesamten Lebenszyklus einer PV-Anlage.

Deutsche Energie Service GmbH ist ein integrierter Anbieter von Service-Dienstleistungen rings um die Erneuerbaren Energien. Von der technischen Betriebsführung, über die Klärung von Kulanz- und Gewährleistungsansprüchen bis zur kommerziellen Betriebsführung können die erforderlichen Services professionell angeboten und abgewickelt werden. Sein Service-Center in Hamburg betreut gemeinsam mit unseren Technikern vor Ort umfassend Ihre Anlage.

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