Daniel Peters Posts

PV-Zubau im April: 367 Megawatt

Laut aktuellen Zahlen der Bundesnetzagentur, so vermeldet das Fachmagazin pv magazine, betrug der Zubau installierter Photovoltaik-Anlagen im Monat April 367 Megawatt.

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13.414 neue Photovoltaik-Anlagen wurden bei der Behörde gemeldet, nur 55 davon mit einer Nennlast von 1000 KW oder mehr.Im gesamten Jahr wurden somit bislang 1.114 Megawatt in Deutschland installiert, wodurch sich die gesamte Photovoltaik-Leistung auf 33,53 Gigawatt erhöhte. Bei 52 GW installierter Leistung soll den Plänen der Bundesregierung folgend die Solarförderung eingestellt werden.

Quelle: pv magazine

US-Army-Stützpunkt Fort Bliss bekommt Solarunterstützung

Fort Bliss in Texas ist der zweitgrößte Stützpunkt der US-Armee und der zweitgrößte Auslandsstandpunkt der deutschen Luftwaffe. Das amerikanische Verteidigungsministerium stattet die Basis jetzt mit dem größten Erneuerbare-Energien-Projekt aus, das es je auf den Weg gebracht hat: Eine 20 MW – Photovoltaik-Anlage soll sich die Sonne, die dort bisher vornehmlich den Soldaten auf den Nacken scheint, zu Nutze machen. Das 120-Millionen-Dollar-Projekt, das in Kooperation mit El Paso Solar entsteht, wird neben anderen Gebieten auch das Hauptquartier von Fort Bliss mit Strom versorgen.

Carbon Footprint: Der US-Army-Stützpunkt Fort Bliss legt wert auf die eigene CO2-Bilanz. iStockphoto.com©studyoritim

“Das ist die größte Solaranlage, die das Verteidigungsministerium bisher bauen ließ. Wir sind sehr, sehr stolz darauf,“ betont Major General Dana J.H. Pittard, Kommandant von Fort Bliss, einer Pressmitteilung. „Es ist spannend, dass wir das amerikanische Militär in Sachen Erneuerbare Energien anführen und dazu beitragen, die CO2-Bilanz zu verbessern.“

Der 20-MW-Solarpark soll 2015 fertig gestellt sein und sich somit zwei bereits laufenden Anlagen an der Basis anschließen.

Doch nicht nur über Solarstrom macht Fort Bliss in Sachen Umweltschutz auf sich aufmerksam. 14.700 Bäume pflanzten Soldaten auf dem Gebiet dort, und ein stützpunkteigenes Recyclingprogramm brachte im vergangenen Jahr über eine Million Dollar an Einnahmen. Pittard hofft, dass das Fort eines Tages seinen kompletten Stromverbrauch selbst produzieren kann.

Quelle: News.discovery.com

Strafzölle: China und Deutschland suchen Dialog

Eines der Top-Themen rund um den Besuch des chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang in Berlin war die angespannte Lage auf den Photovoltaik-Markt inklusive des drohenden Handelsstreits zwischen China und der EU. Er und Bundeskanzlerin Angela Merkel teilten nach Gesprächen in Berlin mit, dass sie die aktuelle Problemsituation durch möglichst viel Dialog beilegen wollen.

Strafzölle auf Solarmodule? Bundeskanzerlin Merkel traf den chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang in Berlin. ©iStockphoto.com

Die EU-Kommission plant, Solarmodule aus China ab dem 6. Juni mit vorläufigen Strafzöllen zu belegen. Im Hinblick auf die Zölle, die 385 bis 67% der Modulpreise betragen sollen, kommentierte Merkel auf der anschließenden Pressekonferenz: „ Deutschland und China sind davon überzeugt sind, dass Protektionismus keine Antwort auf gegenseitige gute Beziehungen in einer globalen offenen Welt ist.“ Deutschland werde mithilfe von Gesprächen, so die Kanzlerin weiter, die Handelskonflikte versuchen zu lösen. Gegenseitiges Erheben von Zöllen sie jedenfalls keine Lösung für sie:„Ich werde mich als Regierungschefin genauso wie der Wirtschaftsminister dafür einsetzen, dass wir auf der europäischen Ebene möglichst schnell zu intensiven Gesprächen mit der chinesischen Seite über die anstehenden Fragen kommen.“

Auch Li Keqiang ging auf die angedachten Strafzölle gegen Solarprodukte aus China ein: „Wir sind mit dieser Entscheidung nicht einverstanden und lehnen sie entschieden ab. Er sehe in Strafzöllen nicht nur eine Gefährdung von Arbeitsplätzen wie auch der Entwicklung der betroffenen Branchen in China, sondern auch eine Beeinträchtigung der Interessen europäischer Unternehmen, Konsumenten und der gesamten Industrie. Handelsdispute zwischen China und EU müssten durch aktiven Dialog und Konsultationen gemeinsam angemessen beigelegt werden. „Was Handelsprotektionismus angeht, sind wir stets der Auffassung, dass das eine Maßnahme ist, die die Flut ins Nachbarland leitet, und dass es eine Maßnahme ist, die anderen schadet und den eigenen Interessen nicht nützt“, so Li Keqiang.

Bis 6. Juni muss die EU-Kommission in Brüssel die Höhe der vorläufigen Strafzölle veröffentlichen. Xinhua, eine chinesische Nachrichtenagentur, meldet, dass der zuständige EU-Kommissar Karel De Gucht sich am heutigen Montag mit dem chinesischen Vize-Handelsminister Zhong Shan in Brüssel zusammensetzen will, um nach dem Gespräch formale Verhandlungen in die Wege leiten zu können.

Quelle: pv-magazine

 

Martin Schachinger im Interview: „Politik sollte Speichereinführung zu Chefsache erklären“

Das Kölner Unternehmen pvXchange, neuer Kooperationspartner von Milk the Sun, ist ein Marktplatz für die weltweite Distribution von PV-Komponenten. Dienstleistungen rund um den Ein- und Verkauf von Photovoltaik-Komponenten werden dort angeboten. Zudem bietet es Installateuren und Projektentwicklern Einkaufsberatung und Marktinformationen an. Milk the Sun sprach mit Martin Schachinger, Gründer des Unternehmens.

Milk the Sun: Sehr geehrter Herr Schachinger, wie kam es zu Ihrem Marktplatz?

Schachinger: Mitte der 2000er-Jahre war der PV-Markt geprägt von einer das tatsächliche Angebot übersteigenden Nachfrage. Die dadurch entstehenden Materialengpässe führten zu einem chaotischen Markt ohne Preistransparenz und geordnete Distributionskanäle. Wir drei Gründer – Florian Meyer-Delpho, Kai Malkwitz und ich – traten damals an, etwas Ordnung in das Chaos zu bringen. Mit unserer herstellerunabhängigen Vermittlungsplattform für Module, Wechselrichter und Komplettsysteme trafen wir genau ins Schwarze.

Milk the Sun: Was umfasst das Angebot von pvXchange?

Schachinger: Nachdem sich der Markt in den vergangenen Jahren entscheidend verändert hat, verfolgen wir heute zwei wesentliche Ziele:

1. Projektentwicklern und Installateuren international die besten Einkaufskonditionen für ihr jeweiliges Projekt zu verschaffen – je nach Projektgröße direkt beim Hersteller oder bei einem leistungsfähigen Distributor.

2. Noch unbekannten Herstellern bzw. Anbietern von qualitativ hochwertigen PV-Produkten, die noch kein eigenes umfangreiches Vertriebsnetz besitzen, den Markteinstieg in Europa zu erleichtern. pvXchange stellt dafür sein umfangreiches Kundennetzwerk und seine Markenbekanntheit zur Verfügung.

Milk the Sun: Welche Möglichkeiten bieten sich für pvXchange durch die Kooperation mit Milk the Sun?

Schachinger: pvXchange kann mit seinen Lieferantenkontakten und seiner Expertise gerade Projektentwicklern einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Durch die Nähe zu mittleren und großen Projekten, gerade im Planungsstadium, kann pvXchange die Wirtschaftlichkeit von Projekten dank seiner Einkaufsoptimierungsleistungen erhöhen. Projektvermittlung und Komponentenvermittlung passen daher in idealer Weise zusammen.

Milk the Sun: Was sind aktuelle Probleme, wo sind die aktuellen Chancen für Ihr Unternehmen?

Schachinger: Wir haben in zweierlei Hinsicht eine schwierige Zeit hinter uns. Einerseits hatten wir – und haben immer noch – mit großen Umwälzungen im PV-Markt zu kämpfen. Dabei ist in erster Linie die Veränderung vom Verkäufer- zum Käufermarkt zu nennen, aber auch der Preisverfall und die damit verbundene Konsolidierungswelle. Es mangelt immer mehr an Produkt- und Herstellerdifferenzierungsmerkmalen, zumindest im Modul- und Wechselrichterbereich, was es einem unabhängigen Marktplatz nicht leichter macht.

Auf der anderen Seite gab es bei pvXchange in kurzer Abfolge mehrere Restrukturierungs­maßnahmen, Firmensitzwechsel und Managementumbesetzungen. Das macht einem vergleichsweise kleinen Unternehmen schon zu schaffen. Andererseits haben wir damit eine sehr schlanke Organisation geschaffen, in der nun kurze Entscheidungswege und eine schnelle Anpassungsfähigkeit an sich ändernde Marktverhältnisse gegeben sind.

Milk the Sun: Die Europäische Kommission hat Strafzölle auf chinesische PV-Importe beschlossenn.Haben Diskussion und Status Quo Einfluss auf Ihren Marktplatz?

Schachinger: Auf dem Online-Handelsplatz pvXchange ist trotz der anhaltenden Diskussionen um die Strafzölle noch kein Abflachen der Nachfrage speziell nach chinesischen Produkten erkennbar. Allerdings sinken die Entscheidungsfreudigkeit und damit die tatsächliche Abschlussrate – es besteht eine große Vorsicht im Hinblick auf die kaum kalkulierbaren finanziellen Risiken beim Einkauf chinesischer Produkte. Eine professionelle Projektfinanzierung kann damit nicht durchgeführt – größere PV-Parks aktuell nicht mehr realisiert werden. Einen klaren Verlierer in diesem Handelskrieg ist daher meiner Meinung nach der europäische PV-Markt selbst.

Milk the Sun: Welche Signale erhoffen Sie sich von der Politik für den weiteren Ausbau von Photovoltaik in Deutschland, aber auch europaweit und weltweit?

Schachinger: Das Hin- und Her um die Strafzölle muss so schnell wie möglich beendet werden. Selbst wenn an Zöllen festgehalten wird, müssen diese moderat ausfallen – alles andere würde den Markt endgültig in die Knie zwingen. Statt Protektionismus zu betreiben – für den es im Übrigen schon zu spät ist – sollte die Politik lieber auf eine intelligente Industriepolitik setzen, Forschungsförderung betreiben und die Einführung neuer, effizienter Speichersysteme zur Chefsache erklären.

Milk the Sun: Zukunftausblick: Welche Pläne haben Sie für pvXchange? In welche Richtung soll sich Ihr Marktplatz entwickeln?

Schachinger: pvXchange wird sich weiterhin für Transparenz im weltweiten PV-Markt einsetzen und regelmäßig Preisindizes und Marktkommentare veröffentlichen. Unser Marktplatz-Schwerpunkt wird sich zunehmend in Richtung neuer Produktbereiche wie Speichersysteme, Unterkonstruktionen und andere PV-relevante Materialien verändern. Darüber hinaus können unsere Kunden nützliche Dienstleistungen beziehen, beispielsweise Qualitätstests, Gutachten oder Logistikservices, aber eben auch Zugriff auf Projekterechte oder in Betrieb befindliche PV-Anlagen über unseren Partner Milk the Sun erhalten. Wie immer verhandeln bei allen Anbietern erstklassige Konditionen, die wir an unsere Plattformnutzer weitergeben können.

Wir bedanken uns bei Herrn Schachinger für das Gespräch.

Zusätzliche 50 Millionen Euro Förderung für Photovoltaik

Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) begrüßt in einer Pressemitteilung die von der Bundesregierung bekanntgegebene zusätzliche Förderung von F&E-Projekten (Forschung und Entwicklung) im Bereich Photovoltaik. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gaben in einer Mitteilung bekannt, dass weitere 50 Millionen Euro mit dem Ziel, die deutsche PV-Branche auf innovative und anspruchsvolle Marktsegmente auszurichten bereitgestellt werden.

Innovation Photovoltaik: BMU und BMBF fördern mit weiteren 50 Millionen Euro.iStockphoto.com©Steve-Jacobs.jpg

Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer beim BSW, kommentiert: „Dieses Geld ist gut angelegt. Es wird ein Vielfaches an Investitionen auslösen und den Photovoltaik-Industriestandort Deutschland stärken. Wir werden damit noch leistungsfähigere und preiswertere Solarprodukte und Systemlösungen entwickeln können und freuen uns, dass wichtige Anregungen des BSW-Solar zur qualitativen Ausgestaltung der Fördertatbestände aufgegriffen wurden. Große F&E-Anstrengungen sind notwendig, um Deutschlands Innovationsvorsprung im Bereich der Solarenergie zu sichern“. Weiter verweist der BSW aber auch darauf, dass verlässlicher politische Rahmenbedingung unverzichtbar für die Markteinführung Erneuerbarer Energien seine. Der weitere Ausbau der Solarenergie im Sinne der Energiewende könne nur durch ein attraktives Investitionsklima gelingen.

Die Stärken der deutschen Solarindustrie, vor allem was Innovationen für globale Zukunftsmärkte angeht, werden durch die Förderung der Bundesministerien im Rahmen der Innovationsallianz Photovoltaik unterstrichen. Dazu gehören neue Systemlösungen, innovative Herstellungstechniken, kostenreduzierende Produktionsanlagen für PV sowie hochqualitative Solarstrommodule.

Auf www.innovationsallianz-photovoltaik.de stellen Forscher ihre laufenden Forschungs- und Entwicklungsvorhaben vor. Hier finden sich auch Hinweise zu Fördervoraussetzungen für die nächste Ausschreibungsrunde im Rahmen der Innovationsallianz.

Quelle: BSW Solar

DIW: Überschätzter Netzausbau

Laut einem Artikel auf photovoltaik.eu hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in einer aktuellen Studie festgestellt, dass der Bedarf eines Netzausbaus weit weniger wichtig für ein Gelingen der Energiewende ist, als bisher angenommen. Christian von Hirschhausen, Forschungsdirektor beim DIW, betont dabei das Wort Netzumbau und vermeidet den Ausdruck Ausbau: „Ein gewisser Umbau ist zwar für den steigenden Anteil der erneuerbaren Energien notwendig. Methodische Mängel bei der Erstellung des Netzentwicklungsplans führen jedoch zu einer Überschätzung des Ausbaubedarfs.“ Laut DIW könnte dieser Netzumbau auf Höchstspannungsebene rund 20 Milliarden Euro kosten, dieselbe Summe steht für das Verteilungsnetz im Raum. Zentrales Ergebnis der Studie ist, dass Engpässe auf absehbare Zeit nicht zu erwarten sind.

Dezentrale Energieerzeuger finden laut DIW im Netzausbau zu wenig Berücksichtigung. iStockphoto.com©Ulrich Knaupe

Weniger als ein Prozent des gesamten Stromverbrauches werden von tatsächlichen Engpässen betroffen. Hirschhausen sieht deren Grund in der Rekonfiguration durch den Atomausstieg und verweist darauf, dass Netzbetreiber mit regulären Eingriffen ihr Netz jederzeit kontrollieren könnten. Durch bessere Koordination könnten die Übergangsnetzbetreiber zudem Kosten im Engpassmanagement deutlich senken.

Kritik übt das DIW an der langfristigen Planung des Netzbedarfs: „Bisher werden zunächst Annahmen über die Standorte und den Einsatz fossiler Kraftwerke getroffen; erst danach werden die erforderlichen Netzkapazitäten bestimmt. Stattdessen sollten in Zukunft Netz- und Erzeugungsplanung gemeinsam betrachtet werden“, so die Autoren der Studie. „Auch überrascht, dass die Einspeisepunkte von zwei der in nächster Zukunft geplanten Stromautobahnen ausgerechnet an traditionellen Standorten der Kohlewirtschaft beginnen, nämlich im rheinischen beziehungsweise dem mitteldeutschen Braunkohlerevier“, fügt von Hirschhausen an. „Es ist zu befürchten, dass dadurch Anreize entstehen, die Kohleverstromung auch künftig auf einem hohen Niveau zu halten. Dies könnte die Ziele der Energiewende untergraben.“ Dem Lastmanagement und Energiespeichern sollten jedoch eine größere Bedeutung zugestanden werden. Generell sollte die dezentrale Entwicklung der Stromversorgung durch erneuerbare Energiequellen stärker berücksichtigt werden. Dadurch würden auch die notwendigen Umbaumaßnahmen reduziert werden.

Auch sollte das Netz nicht auf den Maximalertrag der Stromgewinnung ausgelegt werden, so der DIW. Das Abregeln konventioneller Kraftwerke oder das kappen gewisser Erzeugungsspitzen erneuerbarer Energien bei massiver Einspeisung von Solar- und Windstrom sei effizienter als das Bereitstellen der dafür nötigen Leitungskapazitäten. Zudem verweist das DIW auf den ganzheitlichen Einsatz technischer Alternativen wie Hochtemperaturseile und Leiterseilmonitoring.

Quelle: Photovoltaik.eu

 

Silber statt Indium: Forscher senken Kosten für organische Solarzellen

In der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Advanced Energy Materials veröffentlichten Forscher der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) Ergebnisse zur lichtdurchlässigen Herstellung organischer Solarzellen. Dabei konnten die Wissenschaftler durch das Ersetzen der bisher in organischen Solarzellen üblichen Elektroden aus Indiumzinnoxid (ITO) durch Silber-Nanodrähte sowohl die Kosten für Material und Verarbeitung senken, da auf das  teure Indium verzichtet wurde.

Teures Indium: Forscher der FAU ersetzten den teuren Rohstoff durch Nanodrähte aus Silber

Synthetisches Material: Biegsam und dünn, damit vielseitig einsetzbar

Rein Synthetische Materialien sorgen bei organischen Solarzellen für den Photoeffekt. Daraus ergeben sich sehr biegsame und extrem dünne Zellen, die sowohl lichtdurchlässig als auch in verschiedenen Farben hergestellt werden können. Während kristalline Solarzellen ob ihrer Struktur sehr unflexibel sind, eignen sich organische Zellen besonders für den Einsatz in Textilien oder im Architekturbereich, z.B. für integrierte PV-Anlagen an Fassaden oder in Fenstern.

Sprung nach vorne für semitransparente Solarzellen

Im Vergleich zu kristallinen Solarmodulen hinken organische Solarzellen bisher in Kosten, Wirkungsgrad und Haltbarkeit jedoch hinterher, was bisher den kommerziellen Durchbruch verhinderte. Die Ergebnisse der FAU-Wissenschaftler werden jedoch die Kosten, vor allem für semitransparente Solarzellen, nachhaltig senken.

Bisher wurden in diesen Zellen ITO als Elektroden-Material verwendet, es galt als einziges Material, das die notwendigen guten elektrischen Leiteigenschaften mit der benötigten Lichtdurchlässigkeit der Elektroden verband. Während Indium als Rohstoff bereits teuer ist, fallen zusätzliche Kosten auch für die Herstellung von Indiumzinnoxid in einem teuren Vakuumprozess an, der zusätzlich noch energieintensiv ist.

Dem FAU-Wissenschaftler Fei Guo gelang es nun, ITO durch feinste Silberdrähte als Elektroden zu ersetzen. Guo ist Mitglied der Forschergruppe, die von Prof. Dr. Christoph Brabec, Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften (Werkstoffe der Elektronik und Energietechnik), koordiniert und von den Arbeitsgruppen von Prof. Dr. Marcus Halik, Prof. Dr. Dirk Guldi und Prof. Dr. Erdmann Spiecker unterstützt wird. Fei Guo, Wissenschaftler am FAU, gelang es jedoch, feinste Silberdrähte statt ITO für die Elektroden zu benutzen.

Vorteile auch in der Effizienz

Das Drahtnetz der Dicke im Nanometerbereich, das die Forscher über die photoaktive Schicht der Solarzellen spannten, ist elektrisch leitfähig, aber gleichzeitig auch so grobmaschig gehalten, dass genügend Licht in die Zelle gelangen kann. Tests an Referenzzellen ergaben, dass diese neue Variante den konventionell hergestellten organischen Solarzellen in nichts nachsteht.

In Sachen Effizienz konnten die Wissenschaftler sogar den höchsten bisher dokumentierten Wert für organische Solarzellen überbieten. Sie erreichten 63 Prozent Füllfaktor, bei mehr als 50 weiteren, über ein Druckverfahren hergestellten Zellen konnte ein Füllfaktor mit 58 bis 62 Prozent festgestellt werden.

Durch Druckverfahren: Einsparungen auch im Energiebereich

Durch das neue Material werden somit Kosten wie auch Energie gespart, die Zellen können jetzt komplett über ein Druckverfahren produziert werden. Die in Flüssigkeit gelösten Komponenten werden wie Tinte Schichtweise auf eine dünne Plastikfolie aufgedruckt und getrocknet, wodurch auf vergleichsweise einfache Weise riesige Solarbögen hergestellt werden können. Der energieintensive Vakuumprozess entfällt.

 Quelle: Solarserver

Gericht weist Klage gegen EEG-Umlage zurück

Am Dienstag wurde die Musterklage eines Textilunternehmens aus dem bayerischen Selb vor dem Oberlandesgericht Hamm zurückgewiesen. Damit bestätigte das Gericht das bereits in erster Instanz vom Landesgericht Bochum gefällte Urteil: „„Das EEG verstoße nicht gegen die im Grundgesetz verankerten Grundsätze der Finanzverfassung. Eine Verfassungswidrigkeit aus anderen Gründen, insbesondere wegen der Verletzung von Grundrechten, sei nicht ersichtlich und von der Klägerin auch nicht vorgetragen worden.“ Die EEG-Umlage sei keine „verfassungswidrige Sonderabgabe“ oder öffentliche Abgabe, ein Verstoß gegen die Finanzverfassung liege demnach nicht vor.

EEG-Umlage für Kraftwerke erneuerbare Energien (wie hier eine Photovoltaik-Anlage) ist nicht verfassungswidrigiStockphoto.com©Stephan Zabel

Das Unternehmen klagte gegen die Stadtwerke Bochum, um die Rückzahlung der EEG-Umlage im April über 9990 Euro zu erreichen. Die vom Textilunternehmen getätigten Behauptungen, die gesetzlichen Vorschriften, auf denen die EEG-Umlage beruhe, seien verfassungswidrig, wies das Gericht jedoch zurück. Deshalb kommt es auch zu keiner Rückerstattung der Umlage.

Aufgrund der grundsätzlichen Bedeutung des Streitpunktes eröffneten die Richter in Hamm dem klagenden Unternehmen aber die Möglichkeit der Revision vor dem Bundesgerichtshof. Die Musterklagen gegen die EEG-Umlage werden vom Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie textil +mode eingereicht. Dieser lies bereits verlauten, vor den Bundesgerichtshof ziehen zu wollen. Man hoffe jetzt auf eine schnelle Entscheidung des Bundesgerichtshofes, damit Klage beim Bundesverfassungsgericht eingereicht werden könne.

Quelle: pv-magazine.de

 

 

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